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Pkw überschlägt sich bei Hemeringen / Fahrer mit 2,25 Promille

Schutzengel an Bord

HEMERINGEN. Rettungskräfte waren sich nach dem Blick auf den Unfallwagen sicher: Das hätte für den Fahrer weitaus schlimmer ausgehen können. Der Aerzener muss einen Schutzengel mit im Wagen gehabt haben, als sich der BMW bei Hemeringen überschlug und mit eingedrücktem Dach in einem Graben zum Liegen kam.

Aus diesem Fahrzeug sei der Fahrer eigenständig herausgekrochen, so die Polizei. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Kaum zu glauben ist auch, dass der Mann allein aus dem Autowrack gekrochen sein soll. Er habe zwar Knochenbrüche erlitten, jedoch bestand keine Lebensgefahr, hieß es von der Polizei.

Am Sonntagmittag war der 46-Jährige von Herkendorf in Richtung Hemeringen unterwegs. Gegen 12.20 Uhr passierte es. Kurz hinter einer Linkskurve bretterte der BMW in einen Straßengraben und krachte gegen eine Böschung. Die Limousine muss danach hochkatapultiert worden sein und sich eineinhalbmal überschlagen haben, bevor sie auf dem Dach landete. Tiefe Spuren an der Böschung deuten darauf hin. Grasnarben, Steine und Fahrzeugteile übersäten nach dem Aufprall die Straße.

Nach Angaben von Ersthelfern ist der Mann alleine aus dem Auto gekrochen, sagten Beamte. Dennoch hieß zuerst, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt sei. Nach einem Notruf alarmierten Disponenten der Regionalen Leitstelle Feuerwehrkräfte aus Aerzen und Hemeringen. Ein Notarztteam und Rettungswagen des DRK rückten aus.

Ein Beifahrer hätte den Unfall kaum überlebt. Foto: fn
  • Ein Beifahrer hätte den Unfall kaum überlebt. Foto: fn
Der Wagen wurde bei dem Unfall stark beschädigt, die Polizei spricht von wirtschaftlichem Totalschaden. Foto: fn
  • Der Wagen wurde bei dem Unfall stark beschädigt, die Polizei spricht von wirtschaftlichem Totalschaden. Foto: fn

Der Mann wurde mit einem Rettungswagen ins Sana-Klinikum nach Hameln gefahren. Polizeibeamte untersuchten die Unfallstelle, schauten zwischen Kurve und Unfallfahrzeug nach Spuren. Die Unfallursache war zu der Zeit noch unbekannt.

Am Nachmittag hatten die Polizisten neue Erkenntnisse. Alkohol dürfte offenbar eine Rolle beim Unfallhergang gespielt haben. Der Aerzener musste im Krankenhaus pusten, so eine Beamtin. Das Ergebnis des Atemalkoholtests liege bei 2,25 Promille, teilte die Polizei gestern mit. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein soll sichergestellt werden. Am BMW entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von mehreren 10 000 Euro. Der Wagen wurde mit einem Kran auf die Fahrbahn gehoben und danach abgeschleppt. Die Kreisstraße war während der Rettungs- und Bergearbeiten voll gesperrt. Es kam zu Behinderungen.

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