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Die Facetten des Waldes

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald besucht Grundschule Evesen

EVESEN. Den Wald hat eine von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) initiierte Unterrichtsstunde in den Blick genommen, die jetzt die Schüler der 3. und 4. Klassen der Grundschule Evesen absolviert haben. Die unter das Motto „Wer? Wie? Was? Wald!“ gestellte Einheit zeigte unterschiedliche Facetten der Thematik auf.

veröffentlicht am 10.11.2017 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 10.11.2017 um 16:50 Uhr

Susanne Schröder (re.) gibt den Teilnehmern Einblicke ins Thema „Wald“. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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EVESEN.

Die Mädchen und Jungen konnten in Kleingruppen Mitmachstationen erkunden, gemeinsam spielen, rätseln, experimentieren und diskutieren. „Der Wald wird in seiner Rolle als wertvoller Lebensraum, Klimaschützer und Holzlieferant vorgestellt“, erklärte Susanne Schröder. Die SDW-Vertreterin betonte, dass es in der Waldwirtschaft vor allem auf Nachhaltigkeit ankomme. „Dass man ihn nutzt, er aber in seiner ganzen Größe und Schönheit für die Nachwelt erhalten bleibt.“

Das im Januar 2016 gestartete Projekt, erläuterte Schröder, soll die jungen Waldentdecker mit den verschiedenen Aspekten des Waldes vertraut machen. „Denn nur was man kennt, das schützt man auch“, führte die Waldpädagogin aus. Die Dritt- und Viertklässler könnten spielerisch und experimentell herausfinden, welche Bäume im Wald wachsen, welche Tiere sich hier wohlfühlen und wie ein Baum atmet.

Ebenso wichtig seien aber auch die vielfältig vernetzten Beziehungen, die den Wald ausmachen. „Was wünschen sich Zivilpersonen im Wald? Was wollen die Jäger und was die Reiter?“, lauteten einige der diskutierenswerten Fragestellungen. Schließlich spiele auch der Gedanke eine Rolle, wer sich eigentlich um den Wald kümmert. Wem gehört er und in welchen zeitlichen Dimensionen denken Waldbesitzer?

Außer Schröder sorgten neun mobile Spiel- und Mitmachstationen für die Wissensvermittlung. Deren Themen waren nicht aufeinander aufgebaut und ermöglichten somit einen flexiblen Ablauf. An der Station „Waldarbeit“ konnten die Teilnehmer beispielsweise die Entwicklung der zurückliegenden Jahrzehnte beim Fällen von Bäumen nachvollziehen. Etwa, dass die Männer um 1930 mit Handsäge und ohne Schutzhelm zu Werke gingen, um 1970 Motorsägen und Schlepper zum Einsatz kamen und dass den Arbeitern heute automatisierte Holzernte-Maschinen, sogenannte Harvester, mit klimatisierten Kabinen zur Verfügung stehen.

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