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Drei Verletzte, fünf Autos demoliert, stundenlange Vollsperrung

Schwere Kollision auf B83 - Sattelzug prallt gegen Haus

HAMELN. Vier Menschen sind am Mittwoch um 7.35 Uhr bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Fischbecker Straße (B 83) in Hameln verletzt worden. Die Bundesstraße musste siebeneinhalb Stunden voll gesperrt werden. Der Schaden wird auf eine sechsstellige Summe geschätzt. An der Kollision waren ein 40-Tonnen-Sattelzug und vier Autos beteiligt.

veröffentlicht am 07.02.2018 um 09:05 Uhr
aktualisiert am 07.02.2018 um 19:00 Uhr

Der 40-Tonnen-Sattelzug ist nach der Kollision gegen ein Haus geprallt. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Mehrere Fahrzeuge, darunter die Lkw-Zugmaschine, dürften nur noch Schrottwert haben. Nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Škoda Octavia hatte der Brummi-Fahrer die Kontrolle über den mit 20 Tonnen Schotter beladenen Lastzug verloren. Der Lkw prallte schließlich gegen ein Wohnhaus. Eine kiloschwere Steinplatte wurde durch eine Glasscheibe in den Vorraum geschleudert. „Ein Glück, dass meine Mutter nicht gerade dort gestanden hat“, sagt Marijan Gracan. Die 86-Jährige bringe jeden Tag zur selben Zeit den Müll raus. „Und das wäre jetzt an der Reihe gewesen.“ Der Knall, der bei der Kollision entstanden ist, war sehr laut. Man konnte ihn sogar auf der anderen Weserseite hören. „Es hat mordsmäßig gescheppert“, sagte eine Spaziergängerin, die mit ihrem Hund am Rennacker Gassi gegangen war.

Die Hamelner Polizei zog einen auf Unfallanalysen und photogrammetrische Spurensicherung spezialisierten Beamten hinzu. Hauptkommissar Guido Krosta sichtete das Trümmerfeld, machte zahlreiche Fotos und Markierungen auf dem Asphalt. Nach dem bisherigen Kenntnisstand der Ermittler war ein Mann (58) aus Lügde mit einem Škoda Octavia auf der Fischbecker Straße stadtauswärts unterwegs. Der Lipper habe verkehrsbedingt bremsen müssen und sei dabei nach links auf die Gegenfahrbahn ausgeschert, sagte Hauptkommissar Jens Petersen. Folge: Das Auto und der Sattelzug, der von einem 58-Jährigen aus Rehburg-Loccum gefahren wurde, prallten nahezu frontal zusammen. Der Lastzug schob den Škoda gegen einen nachfolgenden VW Golf, der von einer Frau (56) aus Salzhemmendorf gesteuert wurde. Dann geriet der Lastwagen außer Kontrolle - auf der Gegenfahrbahn prallte die Zugmaschine gegen einen 3er BMW und einen Mazda. Der Sattelzug kam von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Grundstückszaun und krachte gegen den Vorbau eines Hauses. Es bildeten sich Risse, Putz platzte ab.

Neben der Škoda-Fahrerin und dem Lkw-Fahrer wurden noch der 52 Jahre alte BMW-Fahrer aus Hameln und die Mazda-Fahrerin (43) aus Hessisch Oldendorf verletzt.

Die B83 ist mit Trümmern übersät. Foto: ube
  • Die B83 ist mit Trümmern übersät. Foto: ube

Die Karambolage löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.

Bergungsspezialist Andreas Schmidt aus Eimbeckhausen fuhr mit einem großen Kran, einem Spezialschlepper und einen Tieflader zum Unfallort. Die Bergung gestaltete sich kompliziert. Schließlich wurde der Havarist angehoben und auf einen Anhänger gehievt.

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