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Mann erhält Bewährungsstrafe

Sex mit 13-Jähriger

RINTELN. Eine kurze Liebesbeziehung mit einer Schülerin (13) hatte für einen 23 Jahre alten Mann aus dem Rheinland nun ein juristisches Nachspiell.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 18:13 Uhr

Das Jugendschöffengericht hat einen 23 Jahre alten Mann zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Ihm wird zur Last gelegt, eine sexuelle Beziehung zu einer 13-Jährigen unterhalten zu haben. Foto: dpa
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Das Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Richter Christian Rost verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten mit Bewährung und zusätzlich zur Ableistung von 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Im April hatte der damals 22-Jährige das Mädchen über einen Telefon-Chat kennengelernt und war vier Wochen später nach Rinteln gereist. Dabei kam es drei Mal zum Sex zwischen den Verliebten. Strafrechtlich stellt sich dies als schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes dar, weil ein über 18-Jähriger Geschlechtsverkehr mit einer unter 14-Jährigen hatte. Mindestfreiheitsstrafe: ein Jahr.

Anfang April lernte der 22-Jährige die Schülerin mehr zufällig über einen Telefon-Chat kennen. Und zwar in einem Forum zur Kontaktaufnahme, bei dem der Anrufer per Tastendruck zufällig mit neuen Gesprächspartnern verbunden wird. Dabei gab die Schülerin nach Angaben des Mannes ihr Alter mit 17 Jahren an. Die beiden verstanden sich gleich prima, telefonierten danach täglich. Manchmal acht Stunden lang. „Wir konnten über alles reden. Wir hatten uns immer etwas zu sagen“, erklärte der inzwischen 23-Jährige. In einer in weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Verhandlung schilderte der Mann das erste persönliche Treffen in Rinteln. Kurz zuvor hatte er ihr richtiges Alter erfahren. Vier Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme setzte sich der Rheinländer in den Zug, erreichte nach sechsstündiger Fahrt Rinteln und mietete sich für das Wochenende in einem Hotel ein. Sie zeigte ihm die Stadt, es kam zum Sex zwischen den Verliebten.

„Ich weiß, dass es ein Riesenfehler war“, beteuerte abschließend der Angeklagte.maf

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