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Neue Schutzbekleidung für Feuerwehr

Sicherer und bequemer

BÜCKEBURG. Die Bückeburger Feuerwehrleute erhalten neue Schutzbekleidung und neue Helme. Hierfür investiert die Stadt in nächster Zeit 120 000 Euro.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 12:19 Uhr
aktualisiert am 12.10.2017 um 13:20 Uhr

Marko Bruckmann (l.), Maike Aldag von der Stadtverwaltung und Marcus Staubermann (r.) stellten jetzt die neue Schutzkleidung sowie den neuen Schutzhelm vor. Foto: fw
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Nicht nur die Automobil-Welt oder die Neuen Medien verändern sich, sondern auch die Schutzkleidung für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die für die Bevölkerung durchs Feuer gehen und dabei häufig ihr Leben riskieren. Da die Schutzkleidung der Bückeburger freiwilligen Feuerwehren teilweise zehn Jahre und älter ist, bestand Bedarf, die technische Weiterentwicklung mit zu nutzen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Bückeburg wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der Neubeschaffung der Schutzkleidung befasste.

„Wir haben in mehreren Treffen der Arbeitsgruppe einen Anforderungskatalog für Schutzkleidung erstellt, da es um die Sicherheit unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte geht“, so Stadtbrandmeister Marko Bruckmann.

Von den Herstellern wurden die Neuerungen sowie die Verbesserungen beim Material vorgestellt und kritisch in Augenschein genommen. Wichtig hierbei war vor allem, dass die Schutzkleidung einen bewegungsfreundlicheren Tragekomfort bietet und gleichzeitig noch leichter ist als bisher.

Anschließend haben die Einsatzkräfte in einer Testphase die verschiedensten Modelle der Hersteller ausprobiert und über einen längeren Zeitraum auch bei realen Einsätzen getestet. Letzlich entschied man sich für das Modell „SwissAward“ der Firma S-Gard. Bei dem Modell war neben den erstklassigen Materialien auch der Tragekomfort sehr gut. Durch den optimalen Schnitt konnte so auch das Gewicht klein gehalten werden.

Eher ungewöhnlich für die Feuerwehren ist die rote Farbe der Schutzkleidung. Hierdurch wird eine bessere Sichtbarkeit bei Verunreinigung erreicht. „Außerdem ist die jeweilige Einsatzkraft besser im Straßenverkehr erkennbar“, nennt Stadtzeugwart Marcus Staubermann einen weiteren Vorteil.

Des Weiteren wurde ein integriertes Rettungs- und Halteschlaufe System (IRS-System) in die Jacke mit eingebaut. Hiermit können sich die Feuerwehrleute im Gefahrenbereich sichern und sich bei Notfällen selbst retten. Das IRS-System ersetzt so den Feuerwehrhaltegurt, der bisher zusätzlich angelegt werden musste.

Die Gesamtkosten für die Beschaffung der neuen Schutzkleidung belaufen sich auf 120 000 Euro, verteilt über mehrere Jahre. Die Beschaffung wird in drei Etappen erfolgen. Die erste Lieferung wurde bereits an die Schwerpunktwehr Bückeburg-Stadt sowie an einen Teil der Stützpunktwehr Meinsen-Warber-Achum ausgeliefert.

Außerdem wurden aufgrund geänderter DIN-Normen für die Schutzhelme die Helme der Kräfte, die nicht atemschutztauglich sind, ausgetauscht. Zuvor waren verschiedene Probehelme unterschiedlicher Hersteller angefordert und getestet worden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Bückeburg und der Stadtfeuerwehr entschied man sich für den Helmtyp „Heros-Matrix“. Dieser Helm ist aufgrund des Aufbaus für den Außeneinsatz zugelassen und leichter als ein anderer Heros-Helm, der für die Atemschutzgeräteträger bestimmt ist. Die ersten Helme werden in den kommenden Tagen an die Löschzüge Nord, Ost und Stadtmitte ausgeliefert. Der Löschzug West wird im kommenden Jahr seine neuen Helme bekommen.

„Wichtig zu erwähnen ist, dass die Stadt Bückeburg erneut einen hohen finanziellen Aufwand zum Schutz ihrer Einsatzkräfte und zum Nutzen der Bewohner betreibt“, lobt der Stadtbrandmeister. Bruckmann bedankte sich sich gleichzeitig bei dem Stadtkleiderkammer-Team um Marcus Staubermann sowie bei der Arbeitsgruppe „Neue Schutzkleidung“, die durch den ehemaligen Stadtzeugwart Frank Schubert ins Leben gerufen worden war. Die Kameraden hätten viel Zeit in die Auswahl und Beschaffung investiert.

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