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Singletanz-Kurs für „50 plus“: auch ohne Partner nie allein

RINTELN. Tanzlehrerin Barbara Koch-Klein hat fürs Tanzen ohne Partner ein eigenes Programm entwickelt. Der Singletanz-Kurs ist ein Angebot des Mehrgenerationenhauses, das unter Christel Grannemann-Bülte zahlreiche Angebote für die Generation „50 plus“ erarbeitet hat.

veröffentlicht am 03.11.2017 um 16:23 Uhr
aktualisiert am 03.11.2017 um 17:10 Uhr

… und plötzlich tanzen alle gemeinsam beim neuen „50 plus“-Tanzkurs. Foto: mld
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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RINTELN. Draußen ist es dunkel und nass, es will nicht aufhören zu regnen. Es sieht aus und riecht schon überall nach dem herannahenden Winter. Dann kommt man in die Tanzschule. Warmes Licht. Südamerikanische Musik. Gelächter. Rund zehn Frauen sind es, die sich an diesem Abend hier versammelt haben. Die Jüngste zählt 54, die Älteste 78 Jahre. Sie alle tanzen hier, weil sie zusammen Zeit verbringen möchten. Es handelt sich um ein Angebot des Mehrgenerationenhauses, das unter Christel Grannemann-Bülte zahlreiche Angebote für die Generation „50 plus“ erarbeitet hat. Grannemann-Bülte ist Koordinatorin dieser Angebote.

„Es geht ums Kennenlernen“, sagt sie. An diesem Abend trägt sie Sportkleidung und Turnschuhe, denn sie lässt es sich nicht nehmen, selber mitzutanzen. Ob offene Kinoabende für jeden ab 50 plus, Kaffeeklatsch auf den Dörfern oder eben dieser „Singletanz-Abend“, all diese Veranstaltungen stammen aus ihrer Feder. Genauso wie der Paartanz-Kurz, der just vor dem Single-Kurs stattfindet.

„Alle wollen weitermachen“, zeigt sich Grannemann-Bülte begeistert. Das hofft sie natürlich auch für die Single-Gruppe, deren zweite Schnupperstunde nun zu Ende gegangen ist. Ab sofort findet der Kurs mittwochs von 18.45 bis 19.45 Uhr in der Tanzschule „DanceOne“ regelmäßig statt, kostenlos.

Tanzlehrerin Barbara Koch-Klein hat fürs Tanzen ohne Partner ein eigenes Programm entwickelt. Es beginnt mit einer 20-minütigen Aufwärmphase mit rhythmischen, gymnastischen Bewegungen. Sie werden später beim Tanzen teilweise wieder aufgegriffen. Im Hauptteil dann geht es zunächst um Grundschritte: Cha-cha-cha, Bachata, sowie der Gruppentanz „Alleycat“ aus dem Linedance.

Koch-Klein tanzt vor dem großen Spiegel vor, die Teilnehmer tanzen nach, mal mit, mal ohne Musik. Spätestens, als die erste Teilnehmerin in die falsche Richtung los tanzt, wird gelacht. „Gar nicht so leicht“, heißt es da. Oder: „Dass ich getanzt habe, ist schon so lange her.“ Manche haben richtige Tanzschuhe mitgebracht. Es geht hier nicht um die richtige Technik, nicht darum, wer am schnellsten lernt. Es geht ums Zusammensein, ums gemeinsame Bewegen. „Tanzen beugt Demenz vor, nachweislich“, sagt Grannemann-Bülte. „Wer tanzt, hat mehr vom Leben!“

Und ja, es läuft: Als der „Alleycat“ zu schwungvoller Klaviermusik wiederholt wird, tapsen die Absätze aller Schuhe im Takt, und die Gruppe tanzt gemeinsam – ob mit oder ohne Partner, das ist in diesem Moment egal.

Infos: Weitere Informationen im Familienzentrum, Ostertorstraße 2. Christel Grannemann-Bülte ist zu erreichen unter (0 57 51) 403-965.

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