weather-image
15°
Helpsen und Seggebruch wollen neue Krippe am „Spatzennest“ möglichst im Herbst in Betrieb nehmen

Sportlicher Zeitplan

HELPSEN/SEGGEBRUCH. Der Anbau der Krippe „Spatzennest“ für die Gemeinden Seggebruch und Helpsen soll möglichst im Herbst 2018 in Betrieb gehen. Helpsens Bürgermeister Manfred Kesselring (SPD) gibt zu: „Das ist ein sportlicher Zeitplan“ und nur zu erfüllen, wenn Behörden und Baufirmen zügig mitspielen.

veröffentlicht am 12.01.2018 um 16:43 Uhr

Der Krippenanbau (rechts) soll sich optisch an das bestehende Backstein-Gebäude aus dem Jahr 2010 anpassen. Konzeptplan Heinrich Wiebusch / Montage Harmening

Autor:

Kirsten Elschner
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Kita-Ausschuss hat dem Konzeptplan des Architekten Heinrich Wiebusch bereits zugestimmt. Die Räte der Gemeinden Helpsen und Seggebruch treffen am 15. Januar eine Entscheidung darüber, ob der Anbau für eine neue Krippengruppe so umgesetzt wird.

Stefan Kolb hofft als Gemeindedirektor von Helpsen, dass der Bauantrag bis Ende Februar gestellt ist und parallel dazu die Ausschreibung der Hauptwerke erfolgen kann, sodass im April die Bagger anrücken können. Der Betrieb der Krippe soll währenddessen „minimal“ beeinflusst werden, die meisten Bauarbeiten würden außerhalb des bestehenden Gebäudes stattfinden, das künftig über einen Vorraum mit dem Anbau verbunden werden soll.

Warum muss es so schnell gehen? Wie berichtet, hat die Verwaltung die Politiker im November von der Notwendigkeit in Kenntnis gesetzt, dass eine zusätzliche Krippengruppe nötig werde, um den Rechtsanspruch der Eltern zu sichern. Kurzfristig hat der Architekt, der auch für die Planung des „Spatzennestes“ im Jahr 2010 verantwortlich war, ein Konzept für eine Erweiterung erstellt. Die Mitglieder des gemeinsamen Kita-Ausschusses hatten daran nichts auszusetzen.

270_0900_77088_ni_spatzen.jpg

Die Kosten für den Anbau teilen sich die Gemeinden Helpsen und Seggebruch. Die Baukosten sind wesentlich niedriger als die geschätzte Summe für den Krippen-Anbau in Liekwegen (wir berichteten). Dort ist fast eine halbe Million Euro veranschlagt. In Seggebruch soll es günstiger werden: rund 280 000 Euro brutto, inklusive Architektenkosten, plus 20 000 Euro für Mobiliar. 180 Euro sollen aus Fördermitteln des Landes kommen, sodass für die Gemeinden jeweils 60 000 Euro verbleiben.

Jörn Wittkugel, Bürgermeister in Seggebruch, sagte: „Mir gefällt der Plan sehr gut. Optisch wird es so aussehen, als wären der alte und der neue Teil eine Einheit.“ Kesselring geht davon aus, dass der Rat ebenfalls zustimmen wird: „Wir sind nun mal in der Verpflichtung, ausreichend Betreuungsplätze vorzuhalten.“ Eine Alternative gebe es nicht.

Der geplante Neubau umfasst einen Gruppenraum, einen Ruheraum, sanitäre Anlagen und Abstellmöglichkeiten. Die Grünfläche wird nicht erweitert, reicht aber nach Angaben von Kesselring noch aus. Der Landkreis habe das bestätigt.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare