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Schwere Lkw-Kollision auf der A 2 am Eilser Berg / Keine Gasse für Rettungsfahrzeuge

Stau an Unfallstelle verzögert Rettungseinsatz

Bad Eilsen (la). Fast zwei Stunden lang ist ein Lastwagenfahrer in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schwer verletzt in seinem Führerhaus eingeklemmt gewesen, bevor ihn Rettungskräfte der Feuerwehren Rinteln und Porta Westfalica endlich befreien konnten. Zwei Sattelzüge und ein Zwölftonner waren kurz vor Mitternacht auf der Autobahn 2 in Höhe des Eilser Berges in Fahrtrichtung Hannover aufeinandergeprallt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:36 Uhr

Notärzte und Sanitäter versorgen den Eingeklemmten von einer Ret

Ersten Ermittlungen zufolge befuhr ein langsam fahrender Sattelzug aus Polen, der mit Milchprodukten beladen war, den rechten Fahrstreifen. Ein 47-jähriger Fahrer aus Aachen erkannte den vorausfahrenden Sattelzug des 29-jährigen Polen zu spät und fuhr mit seinem Sattelzug, der mit Stückgut beladen war, auf. Dabei wurde der 47-Jährige schwer verletzt und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der nachfolgende Fahrer eines Zwölftonners, beladen mit Stahlschränken, erkannte die Situation zu spät und fuhr ungebremst in die Unfallstelle hinein. Dabei wurde der 49-jährige Fahrer aus Lindlar in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Die Feuerwehren aus Rinteln und Porta Westfalica waren alarmiert. Da die stehenden Auto- und Lkw-Fahrer keine Rettungsgasse bildeten, konnten die Feuerwehrkräfte aus Porta Westfalica nur unter Schwierigkeiten über den Standstreifen zur Unfallstelle gelangen. Die Feuerwehr Rinteln fuhr entgegen der Fahrtrichtung an und erreichte die Einsatzstelle schneller. "Wir haben sofort mit der technischen Rettung begonnen", berichtete Rintelns Ortsbrandmeister Thomas Blaue. Sechs hydraulische Stempel seien eingesetzt worden, um das völlig demolierte Fahrerhaus auseinander zu drücken, außerdem einige Scheren und Spreizer. Die Notärzte und Rettungssanitäter versorgten den Verletzten während der Bergungsarbeiten von einer Rettungsplattform aus. Von den Füßen bis zum Bauchbereich war der Lastwagenfahrer stark eingeklemmt, und bis er endlich befreit werden konnte, waren fast zwei Stunden vergangen. Er wurde ins Klinikum Minden gebracht. Die A 2 war in Fahrtrichtung Hannover für mehr als zwei Stunden voll gesperrt. Es entstand ein Rückstau von sechs Kilometern. Während der Bergungsarbeiten, die bis 5 Uhr morgens andauerten, war nur der linke Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden in Höhe von ungefähr 150 000 Euro.

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