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Verdi-Protest am Donnerstag ab 9 Uhr in Stadthagen / Kitas könnten geschlossen bleiben

Streikauswirkungen noch unklar

LANDKREIS. Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen, nachdem die zweite Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst kein Ergebnis gebracht hat. Um 9 Uhr startet beim Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen ein Demonstrationszug der Streikenden. In Höhe der Sparkasse soll es einen Info-Stand geben, bei dem Verdi Passanten über die Hintergründe informieren möchte.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 20:34 Uhr

In Kitas könnte es heute Probleme geben. Foto: dpa

Autor:

Mira Colic
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Welche Auswirkungen der Streik haben werde, könne er nicht voraussehen, sagt Michael Patschkowski, Verdi-Gewerkschaftssekretär für Schaumburg. Aber: „Wenn die Arbeitgeber mal ein ernsthaftes Angebot machen würden, müssten die Kollegen nicht streiken.“ Dieser Aspekt komme ihm bei der Debatte immer zu kurz. Schließlich sei das Geld da, „die Steuereinnahmen sprudeln“.

Patschkowski betont: „Wir wollen Eltern nicht ärgern, Bürgern keine Dienstleistungen vorenthalten und auch den öffentlichen Nahverkehr nicht lahmlegen.“ Allerdings könne er nicht erkennen, dass die Arbeit der Menschen wertgeschätzt werde – und das in Zeiten von Fachkräftemangel. „Das passt nicht zusammen.“ Es müsse schnellstmöglich ein Umdenken einsetzen bei den Entscheidungsträgern.

Wie Kreissprecher Klaus Heimann im Gespräch erklärt, werde der Landkreis erfahrungsgemäß durch solch einen eintägigen Warnstreik in seiner Arbeit eher gering behindert. Die Situation sei noch eine andere gewesen, als das Krankenhaus in Trägerschaft des Kreises war, „damals mussten wir natürlich Notfallpläne aufstellen“.

Da die Mitarbeiter nicht vorher bekannt geben – dies selbstverständlich auch nicht müssen –, dass sie streiken werden, sind die Auswirkungen für Donnerstag schwer vorhersehbar.

Auch die Stadthäger Verwaltung konnte am Mittwoch nichts Konkretes zu den Auswirkungen des angekündigten Warnstreiks sagen, da es erst Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr sicher sei, wie viele der 170 tariflich Beschäftigten sich an dem Streik beteiligen werden. Wie Stadtsprecherin Bettina Burger weiter mitteilt, seien die Eltern gestern vorbereitend über die Kitaleitungen informiert worden, dass es zu Problemen in der Betreuung kommen kann und Kinder möglicherweise kurzfristig wieder abgeholt werden müssen. „Vorsorglich können wir nur empfehlen, sich darauf einzustellen und soweit möglich, die Kinder zuhause zu betreuen. Wir müssen dann bei Kenntnis der Sachlage flexibel reagieren und gegebenenfalls Notgruppen einrichten.“

Verdi hatte angekündigt, dass von dem Warnstreik unter anderem die Kommunen Rinteln, Stadthagen, Lindhorst, die Straßenmeisterei Stadthagen, der Landkreis Schaumburg, Obernkirchen, Rodenberg, Bad Eilsen, Hagenburg, Sachsenhagen sowie die Bundeswehr in Bückeburg/Achum betroffen sind.

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