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Hunde und Hubschrauber im Einsatz

Suche im Wald bei Zersen: 52-Jähriger aus Bad Münder vermisst

ZERSEN. Eine großangelegte Suchaktion nach einem vermissten Mann aus Bad Münder ist am Donnerstagmittag vorübergehend eingestellt worden. Der 52 Jahre alte Stephan L. ist wie vom Erdboden verschluckt. Er war zuletzt am Sonntag gesehen worden.

veröffentlicht am 25.01.2018 um 13:01 Uhr
aktualisiert am 26.01.2018 um 17:26 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Inzwischen weiß die Polizei: Am Dienstag hat L. noch mit einem Geschäftsmann in Bad Münder telefoniert. Angehörige informierten am Abend das Polizeikommissariat Bad Münder und baten die Beamten um Hilfe. Nachdem eine Streifenwagen-Besatzung den VW Golf des Mannes am Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz „Baxmann-Baude“ entdeckt hatte, konzentrierte sich die Suche auf das Hohenstein-Massiv.

Die Polizei ließ nichts unversucht: Zunächst flog die Besatzung des in Langenhagen stationierten Polizeihubschraubers „Phönix“ den Wald und unwegsame Gebiete ab – ohne Erfolg. Deshalb wurden Rettungshunde angefordert. „Mit acht Hunden hätten die Ehrenamtlichen die Suche in der Dunkelheit fortgesetzt, sagte Rüdiger Lohmann, Leiter der Rettungshundestaffel Weserbergland aus Bad Münder. „Die Staffel Dreiländereck Holzminden hat uns unterstützt. Die Bereiche rechts und links der Wanderwege wurden abgesucht. Wir haben bestimmt zehn Kilometer zurückgelegt“, berichtet Lohmann. Von 18 Uhr bis 21 Uhr hätten die Tiere versucht, eine Fährte aufzunehmen. Stephan L. konnten die Flächensuchhunde leider nicht aufspüren.

Am Vormittag rückten die Feuerwehren Zersen, Barksen und Hessisch Oldendorf aus. 27 ortskundige Frauen und Männer machten sich auf dem Plateau und unterhalb der Steilwände auf die Suche nach Stephan L.. Möglich, dass er im Wald gewandert und dabei verunglückt ist. Feuerwehr-Einsatzleiter Kay Schönfelder setzte auch Spezialisten ein. Die Feuerwehrmänner Lars Clavey und Lukas Grabbe sind in Sachen Absturzsicherung geschult. Mit ihren roten Helmen sehen sie aus wie Bergretter. Das Team kletterte einen steilen Hang hinauf und suchte unterhalb der Klippen nach dem Vermissten. Aber auch die Feuerwehr-Trupps konnten den 52-Jährigen nicht entdecken. In Absprache mit Hauptkommissar Uwe Dorndorf, der am Donnerstag die Maßnahmen vor Ort koordinierte, wurde die Personensuche gegen 12 Uhr abgebrochen. Die Überlegung, eine Drohne der Kreisfeuerwehr einzusetzen, sei verworfen worden, sagte der Beamte.Am Mittag veröffentlichte die Polizeiinspektion ein Foto des Vermissten. Die Beamten bitten die Bevölkerung um Mithilfe, fragen: „Wo ist Stephan L. seit Sonntag gesehen worden?“ Und: „Wer hatte seit Sonntagabend Kontakt mit ihm?“ Ermittlungen in dem großen Freundes- und Bekanntenkreis des 52-Jährigen hätten bereits am Dienstagabend zu keinem Ergebnis geführt, teilte Hauptkommissar Jens Petersen mit. In der Nacht zum Mittwoch fuhren Polizeistreifen Wanderparkplätze im Deister und im Süntel ab und suchten Kontaktadressen (die Polizei spricht von „Hinwendungsorten“) auf. Bei Tagesanbruch wurde der Suchradius vergrößert. Eine Funkwagen-Besatzung aus Hessisch Oldendorf habe am Mittwochmittag den VW Golf des Mannes auf dem Wanderparkplatz bei Zersen entdeckt, sagte Petersen. Daraufhin waren Hubschrauber und Hunde angefordert worden.

Stephan L. ist 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß und schlank. „Er hat wenig Haupthaar. Zur Bekleidung des Gesuchten liegen keine Hinweise vor“, sagte Petersen. Wer weiß, wo sich der Mann aufhält, wird gebeten, die Polizei in Bad Münder anzurufen, Telefon: 05042/9331-0.

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