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Obernkirchen erkämpft sich beim TuS SW Enzen ein 1:1-Unentschieden

SVO reklamiert Handspiel

veröffentlicht am 13.08.2017 um 19:50 Uhr

Der Obernkirchener Keeper Hüseyin Özel hat beim Ausgleich der Enzer ein Handspiel gesehen, der Schiedsrichter lässt weiterspielen. Foto: uk

ENZEN. Der TuS SW Enzen hat sein erstes Punktspiel im Fußball-Bezirk nach mehr als 30 Jahren nicht verloren. Durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sicherte sich der Neuling beim 1:1 im Derby gegen den SV Obernkirchen einen Punkt. Allerdings musste der Kreismeister lernen, das permanentes Reklamieren beim Schiedsrichter den einen oder anderen Prozentpunkt bringen kann. Dieses Stilmittel setzten die Bergstädter im Kollektiv geschickt ein.

Beide Trainer freundeten sich nach dem Abpfiff der hart umkämpften, bisweilen sehr hektischen 90 Minuten mit dem Remis an. „Ich denke, es ist unter dem Strich in Ordnung“, meinte SVO-Coach Martin Prange, der die Enzer in der Anfangsphase des Spiels mit Pressing überraschte und aus dem Konzept brachte. Die Schwarz-Weißen verlegten sich auf lange Bälle, zum Teil unkontrolliert nach vorne gedroschen. „Die Pyrmonter haben uns in der vergangenen Woche auch unter Druck gesetzt, nur haben wir uns da wesentlich besser bewegt“, monierte SWE-Coach Fabian Stapel. Nach 14 Minuten wäre sein Team dennoch fast in Führung gegangen, ein Schuss von Nico Steege aus 18 Metern klatschte an die Unterkante der Latte und ins Spielfeld zurück. Die Gäste hatten mehr Glück: Nach einem Freistoß von Kastriot Rexhepi von der rechten Seite kam Jeremy Baraczewski mit dem Kopf an den Ball, der sich per Bogenlampe ins Enzer Tor senkte (33.). Die Obernkirchener zogen sich nun zurück, machten die Räume für den ideenlosen Kreismeister eng und gingen mit der Führung in die Pause.

Die Gastgeber begannen den zweiten Durchgang wesentlich engagierter, setzten den SVO unter Druck, der den Vorsprung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigte. Patrick Mittmann übertrieb den Körpereinsatz, sah vom nicht immer sicheren Schiedsrichter Philipp-Pascal Aschendorf aus Wunstorf die Gelb-Rote Karte (54.). „Da ging nach vorne nicht mehr viel“, meinte Prange. Leon Horstmann schloss ein Solo mit dem verdienten Ausgleich ab (63.). Allerdings monierten die Gäste ein angebliches Handspiel des Torschützen. Die Enzer bekamen Oberwasser, wollten das Spiel drehen – wurden aber vom Schiedsrichter ausgebremst. Auch Lennart Faul musste nach lautstarken Forderungen der Gäste mit einer Ampelkarte vom Platz (76.). „Ich weiß gar nicht, warum ich die erste Verwarnung bekommen habe“, wunderte sich der Enzer Angreifer. „Lenni hat uns in der Schlussphase natürlich vorne gefehlt“, meinte Stapel, „zum Einstand kann ich mit dem Ergebnis leben.

SWE: Mücke, Blume, Schölzel, M. Schmidt, Faul, Horstmann, Steege, Schröder (88. Isaak), Kahlert, Pluta, Gottwald (40. Zeckel, 75. Serinek).

SVO: Özel, Mittmann, Gräber, Matz, Leberke (67. Franke), Rexhepi (58. Gödecke), Kartalkus, Brandhorst (90. Kultau), Paasch, Marzinowski, Baraczewski.uk

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