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Mehr als einen Monat kein Fernsehen, Internet und Telefon in 47 Haushalten der Nordstadt

SZ/LZ hilft: Einen Monat kein Internet für 47 Haushalte

RINTELN. Karl Appel ist sauer – und das mit Recht. Der in der Rintelner Nordstadt ansässige Rentner ist Kunde der Telekom, die augenscheinlich mit schweren Problemen zu kämpfen hatte. Seit dem 15. Februar gab es für ihn und weitere Haushalte in der Nordstadt immer wieder Ausfälle bei Telefon, Internet und Fernsehen – teilweise ganz, für mehrere Tage, manchmal ein permanenter „On-Off“-Zustand. Erst nach Intervention der SZ/LZ kommt Bewegung in die Sache.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 12.03.2018 um 18:20 Uhr

Karl Appel mit dem just erneut ausgefallenen Router. Foto: Momo

Autor:

Maurice Mühlenmeier
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Die Leidensgeschichte beginnt an erwähnten Tag im Februar, als plötzlich nichts mehr geht – Telefonanrufe kommen nicht an, das Kabelfernsehen liefert kein Bild, das Internet keine Rückmeldung. „Ich habe zunächst einen Tag gewartet“, so Appel. Als keine Besserung eintrat, rief Appel bei seinem Anbieter an und wurde auf nächste Woche vertröstet: „Frühestens Mittwoch“, soll die Auskunft gewesen sein, die man ihm am Telefon gab. Dann würde ein Techniker den entsprechenden Verteilerkasten aufsuchen und die Schäden beheben. Ärgerlich genug, dass Appel nicht nur über das Wochenende, sondern nahezu eine komplette Woche abgeschnitten von sämtlichen Medien war. Immerhin: Der Techniker kam tatsächlich und Appel ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Er berichtete Appel von einem Fehler im Verteilerkasten im Wilhelm-Busch-Weg, immerhin 47 Haushalte in der Nordstadt seien davon betroffen. „Mein Nachbar hat genau dieselben Probleme!“

Und nicht nur er: Alexander Voth, ebenfalls wohnhaft in der Nordstadt, bekam von seinem Anbieter 1&1 stets nur Vertröstungen zu hören: Es müsse am Router liegen, man schicke einen neuen zu – mehrfach. Wie es zu so einer mangelnden Kommunikation zwischen dem Provider, in diesem Fall 1&1, und dem Netzanbieter, der Telekom, kommen kann, ist eine Frage, die sich einem nicht erschließt. Die Zeit ohne Internet wurde Voth zwar gutgeschrieben, doch: „Ich will keine Gutschrift, ich will, dass das Internet wieder funktioniert!“

„Nachdem der Techniker seine Arbeit gemacht hatte, ging es ja erst eine Weile“, berichtet Appel. Doch schon kurz darauf ging es von vorne los, ständig brach die Verbindung zusammen. Eine SMS der Telekom an Appel vom 21. Februar, also eine Woche nachdem ein Techniker der Telekom vor Ort war, räumt „Fehler in unserer Technik“ ein. Appel indes gab die Hoffnung auf, mit der Telekom direkt eine Einigung zu erzielen: „Wenn man da anruft, sitzt immer jemand anderes am anderen Ende. Der weiß dann wieder erst mal gar nicht, um was es geht. Anrufen bringt nichts.“ Aus diesem Grund wandte er sich an unsere Zeitung. „Insgesamt waren wir mindestens zehn Tage ohne irgendeine Verbindung!“ Und wenn das Internet da ist, dann nicht lange, wie sich der Autor selbst überzeugen konnte, als das Internet just während des Gesprächs erneut ausfiel.

Wir richteten eine schriftliche Anfrage an die Telekom, in der wir um eine Stellungnahme baten. Die Telekom räumt ein, dass „seit dem 22. Februar 2018 eine Hardwarestörung“ vorgelegen habe. Betroffen gewesen seien etwa 40 Anschlüsse mit „sporadischen Beeinträchtigungen“.

Die Hardware sei seit dem 7. März 2018 wieder funktionsfähig. Die Telekom bitte ihre Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten um Entschuldigung. Von einer Entschädigung oder Kompensation ist nicht die Rede.

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