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Vor Gericht: Unternehmer freigesprochen

Tankbetrug gibt Rätsel auf – und bleibt unaufgeklärt

RINTELN. Ein rätselhafter Tankbetrug bleibt unaufgeklärt: Im Oktober 2016 hatte ein unbekannter Mann seinen Audi an einer Rintelner Tankstelle mit Dieselkraftstoff für 39,99 Euro betankt. Anschließend war der Täter davongefahren, ohne zu bezahlen.

veröffentlicht am 15.02.2018 um 14:35 Uhr

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RINTELN. Für diesen Betrug musste sich jetzt ein Unternehmer aus Mecklenburg-Vorpommern vor dem Amtsgericht verantworten. Der Audi des 34-Jährigen hatte das an der Tankstelle notierte Kennzeichen. Nach Betrachten der Videoaufzeichnungen vom Tankvorgang war aber schnell klar: Es handelte sich bei dem Täter um eine andere Person, auch der Audi war ein anderes Modell als jenes, das der Unternehmer fährt. Richter Simon Langer sprach daraufhin den Angeklagten frei. Er folgte damit den Anträgen von Staatsanwalt Timo Goldmann und Verteidiger Gunter Mücke.

„Ich bin ein bisschen geschockt“, sagte der 34-Jährige. Am Tattag, einem Samstag, hielt er sich rund 500 Kilometer von Rinteln entfernt in seiner Heimat nahe der polnischen Grenze auf. Dort besuchte er mit seiner Familie einen Zoo. Währenddessen beging ein völlig anders aussehender Mann mit einem älteren Audi-Modell den Betrug. Vor Gericht suchte der 34-Jährige nach möglichen Erklärungen für den rätselhaften Vorfall. Demnach fährt er oft die Strecke von Stettin in Richtung Dortmund, auch im Bereich Mannheim ist er regelmäßig beruflich unterwegs. Dort habe er die meisten Kunden. „Jemand hat mich irgendwo fotografiert“, mutmaßte der 34-Jährige. Aber er sei kein Detektiv. Er freue sich, dass es nicht um dasselbe Audi-Modell gehe. Seinen Wagen hatte er knapp ein Jahr vor dem Betrug an der Tankstelle bei einem Audi-Händler im Münsterland gekauft.maf

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