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Ab Februar gilt Plan B

Team Obernkirchen: Gemeinnützigkeit oder Auflösung

OBERNKIRCHEN. Das „Team Obernkirchen“ hofft weiterhin auf die Gemeinnützigkeit, aber jetzt wurde ein zeitliches Limit gesetzt. Ist sie bis Februar nicht in Sicht, dann könnte Plan B greifen: Dann wird eine Versammlung angesetzt, die die Auflösung des Vereins zum Ziel hat. Anschließend wird ein neuer Verein gegründet.

veröffentlicht am 25.10.2017 um 11:47 Uhr

Auf der Versammlung werden Friedhelm Voigt (l.) und Harald Anke (2.v.l.) an der Spitze bestätigt. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Auflösung und Neugründung haben allerdings einen Haken: Es wäre ein langwieriger Prozess, der sich über ein Jahr hinziehen kann und ohne juristische Hilfe wohl nicht auskommen würde.

Wie auch immer: Für eine Auflösung wäre auf der Versammlung eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Anwesenden notwendig, dann wäre auch zu klären, wo das Vereinsvermögen bleiben soll. Und natürlich würden die Mitglieder auch befragt werden, ob sie in einem neuen Verein weiter geführt werden könnten.

Bis dahin wird weiterhin auf die Einbeziehung der Vereinsbeiträge verzichtet, sie werden wegen des ungeklärten Status seit drei Jahren nicht mehr eingezogen.

Die Wahlen auf der Versammlung waren schnell abgehakt, Friedhelm Voigt bleibt Vorsitzender, Harald Anke Vizevorsitzender, auch allen anderen Ämter wurden bestätigt. Beim Rückblick verwies Liselotte Dehler-Schmahl auf Besucher aus Uslar, die die Info-Galerie an einem Mittwoch besuchten und eine Frage hatten: Was kann man hier besichtigen? Nicht viel, wie sich herausstellte, Museum und Kirche und Stift waren geschlossen, und, nein, im Oetker-Geburtshaus gäbe es keine Ausstellung zu sehen, aber Dehler-Schmahl hat kurzerhand die Info-Galerie zugesperrt und den Gästen eine private Führung geschenkt. Dehler-Schmahl sah es so: Wer schließe, wie in diesem Fall das Museum am Mittwochnachmittag, solle doch kurz Bescheid geben in der Info-Galerie. „Die Koordination funktioniert nicht“, sagte sie, und das sei frustrierend. Im Rahmen der Planungen für den Adventsmarkt soll das Thema nun mit allen Beteiligten mal grundsätzlich angesprochen werden.

Die Info-Galerie selbst als Anlaufpunkt für Gäste präsentierte in den letzten zwölf Monaten vier – völlig unterschiedliche – Ausstellungen; vor allem die von Altmeister Frieder Korff und seiner Glaskunst war ein echter Erfolg, sie wurde daher verlängert. In der nächsten Ausstellung werden sich die Künstler präsentieren, die jetzt im neuen Atelier am Bornemann-Platz Kunst schaffen.

Vorsitzender Voigt hielt seinen Jahresrückblick kurz und ließ Zahlen sprechen: Zehn Stadtführungen, auf denen auf die Schönheiten und Besonderheiten Obernkirchens herausgestellt wurden, die Teilnahme am Adventsmarkt, wo der historische Kalender und handgenähte Handtaschen und anderes verkauft wurde, und, man höre und staune, eine in 51 Wochen besetzte Info-Galerie, an allen Werktagen und ehrenamtlich.

Und Hella Hespe streut auf der Versammlung noch ein schönes Kompliment ein: Sie arbeite ja durchaus in mehreren Gremien mit, könne das also beurteilen, sagte sie, aber die absolute Verlässlichkeit und die Hilfsbereitschaft in diesem Team hier, „die sind einzigartig“.

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