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TSV-Blasorchester probt fürs 3. Schaumburg-Proms-Konzert

OBERNKIRCHEN. Was beim Auftritt leicht und locker klingen soll, muss sich hart erarbeitet werden. Sechs Spezialproben hat Dirigent Roman Reckling daher angesetzt, am letzten Wochenende waren es sogar zwei Tage, in denen sich die Musiker des TSV Blasorchesters in der Aula der IGS zur Probe trafen.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 16:38 Uhr
aktualisiert am 12.03.2018 um 18:50 Uhr

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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Wobei: Es sind ja nicht nur die Musiker des TSV, die beim 3. Schaumburg-Proms-Konzert am Sonntag, 25. März, in der Bückeburger Stadtkirche ab 16 Uhr Film- und Musicalmusik spielen werden: Das über 50-köpfige Blasorchester wird von rund 40 Gastmusikern verstärkt. Denn das anstehende Konzert ist ein Projekt, für das sich das Orchester geöffnet hat: Wer mitspielen möchte, ist willkommen, und so kann der Dirigent sogar Musiker begrüßen, die ihren Wohnsitz hinter Bielefeld haben. Und wer weiß, vielleicht werden sie später Mitglied des Blasorchesters, sagt Sabine Werner: „Sie alle merken ja, mit wie viel Spaß hier gearbeitet wird“, sagt das Orchester-Mitglied. Es ist ein Satz, den sie nicht nur sagt, weil eine derartige Aussage gegenüber der Presse immer gut klingt, sondern weil sie mit Zahlen unterfüttert werden kann. Von einer nie da gewesenen quantitativen und qualitativen Entwicklung in der Musik-Abteilung des TSV hat Vorsitzender Heiko Heinz auf der Jahreshauptversammlung gesprochen, was bei den Proben schnell zu einem Problem führt: Die Zahl der Stühle reichte nicht mehr aus.

Bei den ersten Proben, erzählt Sabine Werner, ging es übrigens zu wie bei einem Ehemaligentreffen. Viele begegneten alten Bekannten, der eine oder andere Neue wurde begierig umringt und alle waren sich einig: Toll, was für einen Spaß es doch macht, mit anderen gemeinsam Musik zu machen. Dazu kommt der Auftrittsort, sagt Sabine Werner: „Die Stadtkirche ist ein toller Ort mit einem ganz feinen Klang“, ein ergreifender und erhabener Ort, um Musik zu genießen.

Den berühmten „Hörgenuss vom Feinsten“ verspricht Frank Konczak als Posaunist und neu gewählter Vorsitzender der Musiksparte des TSV. Und verweist auf das Programm: Mit dabei sein wird „Tanz der Vampire“. Das Musical handelt von einem Vampirforscher und seinem schüchternen Assistenten, die sich auf den Weg nach Transsylvanien machen. Der Sage nach sollen dort Vampire in einem Schloss wohnen. Und wie die Vampire selbst, so stirbt auch die Legende nicht.

„Es gibt Lieder, die fesseln dich von der ersten Sekunde an“, schwärmt Anja Boehme vom Trompetenregister. Bei der weltberühmten „Fanfare for the Common Man“ von Aaron Copland liegt der Klanggenuss speziell bei den fein aufeinander abgestimmten Blechbläsern. Und bei „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ singt Charlotte Hagen in ihrer unverwechselbar wunderbaren Art über eine junge Frau, der es gelingt, sich aus den Fesseln ihres gewalttätigen Mannes zu befreien. Der Mut und die zurückkehrende Lebensfreude dieser Gabriella werden wie ein Funke auf die Zuhörer weitergegeben, und Charlotte Hagen selbst ist ein gutes Beispiel, wie Musik und Orchester auf Menschen wirken können: Sie wohnt schon länger nicht mehr in der Region, kommt aber zu den Proben und Konzerten gern zurück; eine alte Liebe, die nicht rostet.

Ebenfalls im Repertoire: Die Filmmusik zu „Das Boot“ von Klaus Doldinger. Die bedrückende Enge der Männer von damals in einem U-Boot während des Zweiten Weltkrieges wird zwar musikalisch interpretiert, aber der Klang kann in die Höhe entweichen und wird der zerstörenden Kraft beraubt.

Weiterhin wird es Soundtracks zu „Highlights from Brave“ geben. Dies ist eine Mischung aus keltischen Themen, bei denen die Stimmung lyrisch bis majestätisch wirkt. Außerdem wird die Filmmusik zu „Backdraft“ gespielt. Ein Höhelunkt wird fraglos das großartige Titelthema des weltweiten Serienhits „Game of Thrones“ vom Duisburger Komponisten Ramin Djawadi sein, und nur wenige Fragen werden im nächsten Jahr die Menschheit stärker beschäftigen als die, wer am Ende der letzten Staffel auf dem eisernen Thron sitzen wird. Abgerundet wird das Konzert durch den Moderator: Dirigent Roman Reckling weiß informativ und unterhaltsam durch das Programm zu führen.

Karten gibt es im Vorverkauf bei der SZ/LZ und bei den Orchestermitgliedern für 12 Euro. An der Tageskasse werden sie 14 Euro kosten.

Übrigens: Auf der Facebook-Seite des Blasorchesters Krainhagen gibt es für Interessierte einen Kurzfilm zur Einstimmung.

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