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24°
Mildester Januar seit 2008

Unser Wetterfrosch meint: Der Winter kommt doch noch in Fahrt

Väterchen Frost will es tatsächlich noch einmal wissen. Das erste Mal in diesem Winter wird aus Skandinavien richtig kalte Luft angezapft. Sie macht sich in der kommenden Woche in ganz Deutschland breit, kommt zur Ruhe und kühlt dabei weiter aus. Auf ihrem Weg über die Ostsee wird die Luft in den unteren Schichten erwärmt, sodass wir anfangs nicht allzu sehr zittern müssen.

veröffentlicht am 02.02.2018 um 15:04 Uhr

Wolken, Regen, Sturm – so bleibt uns der Januar in Erinnerung. Foto: Dana
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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Am Sonntag und Montag schneit es bei wenigen Plusgraden zeitweise leicht. Größere Mengen sind aber nicht zu erwarten. Trotzdem ist vor allem am Morgen mit Glätte zu rechnen.

Ab Dienstag setzt sich unter der Regie eines Hochs ruhiges, trockenes und zunehmend sonniges Winterwetter durch. Bis zum Start in den Straßenkarneval am Donnerstag werden im Schaumburger Land Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt gemessen, in den Nächten – je nach Bewölkung oder Nebel – zwischen minus 2 und minus 7 Grad. In ungünstigen Lagen könnte es zur Wochenmitte örtlich an minus 10 Grad herangehen. Ob sich die trockenkalte Witterung bis zum nächsten Wochenende hält oder atlantische Wetterfronten den „Jecken“ nasskalte Karnevalstage bescheren, lässt sich noch nicht sagen.

Trüb, sehr nass, stürmisch und äußerst mild präsentierte sich der Januar im Schaumburger Land. Ursache war eine fast ununterbrochene Kette atlantischer Tiefdruckgebiete. Innerhalb der ersten vier Tage kam teilweise mehr als die Hälfte der normalen Monatsniederschläge runter.

Gleichzeitig sorgte das Orkantief „Burglinde“ für erste Schäden in der Region. Sturmböen bis 85 km/h warfen am 3. Januar in Volksdorf ein hohes Windrad um (wir berichteten). Gut, dass danach Hoch „Adam“ kam. Durch seine Position über Nordosteuropa sorgte es für eine Handvoll ruhiger und trockener Tage sowie einige frostige Nächte aus Osten.

Doch schon zur Monatsmitte schlug die feuchtmilde Atlantikklatsche wieder zu und mit ihr am 18. Januar das Orkantief „Friederike“. Sein windschwaches Zentrum zog im gehörigen Abstand über dem Raum Hamburg nach Osten. So konnte sein nach Südwesten ausgreifendes Sturm- und Orkanfeld vor allem den Mittelgebirgsraum treffen. Die Folge: Orkanböen mit über 120 km/h hielten die Hilfskräfte in Atem und sorgten verbreitet für erhebliche Schäden in den Wäldern. Stadthagen meldete eine Spitzenböe von 122 km/h, Bückeburg sogar von 126 km/h.

Letztes Highlight im mildesten Januar seit 2008 war ein Schub Frühlingsluft von den Azoren am 24. Januar. Höchstwerte von 13 und 14 Grad ließen die Tages- und sogar Dekadenrekorde aus Jahren 1993 oder 2008 nur so purzeln.

Der Januar im Südkreis im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel 4,7°C (Abw. +1,6°C)

Maximum 14,2°C (24. Januar)

Minimum -1,6 °C (8. Januar)

Frosttage (Min. unter 0°C) 6 (normal 14)

Eistage (Max. unter 0°C) 0 (normal 5)

Niederschlag 81 mm (127% v. Soll)

Sonnenschein 22 Std. (30% v. Soll)

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