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Ökumenischer Gottesdienst und Konzerte an den Teichen finden an Himmelfahrt geringes Echo

Vatertag: Nur eine Trotzreaktion der Männer?

Krainhagen (sig). Das war nur eine handverlesene Schar von Frühaufstehern, die sich am Himmelfahrtstag nach einem Blick aus dem Fenster doch noch entschlossen, der Einladung des Fremdenverkehrsvereins zu folgen. So trübselig schaute der Himmel selten bei einer Veranstaltung im Wasserpark an der Bombeeke aus. Und das ausgerechnet an einem Tag, an dem dort zum ersten Male ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten wurde.

veröffentlicht am 26.05.2006 um 00:00 Uhr

Vielseitig: Das Blasorchester des TSV Krainhagen untermalt erst

Die einzigen Gäste, die nicht Schutz unter einem der aufgestellten Zelte suchten, war ein Entenpärchen, das auf einem der Teiche seine Runden drehte. So gab es auch keine Chance, den provisorischen Altar auf dem Verbindungsgang zwischen dem oberen und dem mittleren Teich aufzustellen. Das Orchester des TSV Krainhagen musste deshalb ein wenig zusammenrücken, damit Pastor Wilhelm Meinberg und Pfarrer Norbert Mauerhof auch noch in der Konzertmuschel Platz fanden und von dort den Frühgottesdienst leiten konnten. Vergeblich schauten die dick vermummten Besucher immer wieder nach oben, ob sich in der weißgrauen Wolkendecke irgendwo ein klitzekleines blaues Fleckchen zeigen würde. Das geschah im Laufe des Vormittags leider nicht mehr. Und so blieb es in den ersten Stunden bei den verstreuten Grüppchen im weiten Rund des Wasserparkes. Pastor Wilhelm Meinberg ging in seiner Predigt darauf ein, dass eigentlich nur wenige Menschen wüssten, weshalb der Himmelfahrtstag gefeiert würde. Mit dem Begriff des "Vatertages", den es in anderen Ländern nicht gibt, könnten sie dagegen mehr anfangen. "Ist das nicht nur eine trotzige Antwort der Männerwelt auf den Muttertag?" fragte sich der Seelsorger. Für bewusst lebende Christen stehe jedoch die Rückkehr des am Kreuz gestorbenen Jesus zu seinem Vater im Himmel im Mittelpunkt dieses Tages. In den frühen Mittagsstunden wurde es dann etwas heller. Prompt nahm auch die Zahl der Besucher zu, ohne allerdings auch nur annähernd die Größenordnung vergangener Jahre zu erreichen. Die meisten Gäste verbanden ihre Teilnahme am Konzert, das sich dem Gottesdienst anschloss, mit der Einnahme eines Imbisses an den verschiedenen Ständen. Heißer Kaffee hatte zeitweilig deutlich mehr Nachfrage als kühler Gerstensaft. Loben muss man trotzdem die viele Arbeit, die sich der Fremdenverkehrsverein auch unter der neuen Führung wieder gemacht hat. Sogar eine überdachte Spielecke für die Kinder gab es. Sie bastelten dort aus Korken kleine Flöße, die sie anschließend in einem der Teiche zu Wasser ließen. Der städtische Bauhof verdient Lob für die Sanierung des eingebrochenen Brückenelementes vor der Konzertmuschel und für das Schottern der Rundwege, die sonst kaum begehbar gewesen wären.

Zum ersten Mal: Pastor Wilhelm Meinberg und Pfarrer Norbert Maue
  • Zum ersten Mal: Pastor Wilhelm Meinberg und Pfarrer Norbert Mauerhof.
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