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Sprengstoffexperten untersuchen Päckchen

Verdächtiges Paket sorgt für größeren Polizeieinsatz

HAMELN. Ein verdächtiges Paket hat am Donnerstagvormittag für einen größeren Polizeieinsatz in einer DHL-Postverteilerstation an der Ruthenstraße gesorgt. Aus Hannover rückten Experten einer Spezialeinheit des Landeskriminalamts an. Delaborierer untersuchten den Inhalt des Päckchens auf Sprengstoff - fanden jedoch etwas vollkommen anderes.

veröffentlicht am 07.12.2017 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 17:26 Uhr

Wer hat dieses Päckchen versendet? Wer kennt „Gudrun und Dieter“? Die Polizei sucht Zeugen. Foto: Polizei
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Die Aufregung muss groß gewesen sein. Gegen 10.20 Uhr am Donnerstagvormittag stieß ein Mitarbeiter der DHL-Postverteilerstation in der Ruthenstraße auf ein neutral aussehendes Paket, an dem weder ein Absender- noch ein Empfängeraufkleber angebracht war. Das gewichtige Paket erschien dem Mitarbeiter verdächtig und er ließ es, sensibilisiert durch die letzten Ereignisse in Potsdam (Erpressung und versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion), im Außenbereich des Verteilergebäudes deponieren.

Über eine zuständige Sicherheitsfirma wurde die Hamelner Polizeidienststelle informiert. Der Polizeieinsatzleiter vor Ort ließ nach Prüfung des Sachverhalts das angrenzende Verwaltungsgebäude räumen und das Gelände weiträumig abriegeln. Die elf anwesenden Mitarbeiter mussten ihre Arbeitsplätze verlassen und wurden in einer nahegelegenen Halle untergebracht.

Ein angeforderter Delaborierer des Landeskriminalamtes Niedersachsen in Hannover untersuchte durch verschiedene Mess- und Prüftechniken das Paket und stellte die Ungefährlichkeit fest. Nach Öffnung des Paketes vor Ort konnte die Harmlosigkeit bestätigt werden: Es befanden sich Süßigkeiten sowie Wurst- und Backwaren in dem Paket, die offensichtlich als Weihnachtsgeschenke gedacht waren.

Einem Postmitarbeiter kam dieses Paket verdächtig vor. Sprengstoffexperten öffneten die Postsendung und stießen dabei auf Lebensmittel. Foto: Polizei
  • Einem Postmitarbeiter kam dieses Paket verdächtig vor. Sprengstoffexperten öffneten die Postsendung und stießen dabei auf Lebensmittel. Foto: Polizei

Der Einsatz konnte gegen 12.10 Uhr beendet werden und die DHL-Mitarbeiter ihre Arbeit fortsetzen.

Warum das Paket weder einen Adressaufkleber noch andere Versandmerkmale enthielt und trotzdem in den Verteilerweg der DHL gelangte, ist derzeit unbekannt. Möglicherweise hatte sich ein nicht ordnungsgemäß angebrachter Versandaufkleber während des Transport- und Verteilerweges vom Paket gelöst.

Einziger Ermittlungsansatz ist eine beigelegte Grußkarte, die von „Gudrun und Dieter“ verfasst wurde. Laut einem Postmitarbeiter befand sich das Paket in der Verteilerschiene „Hess. Oldendorf“, so dass der Empfänger aus dem Bereich stammen könnte. Personen, die sich als Absender oder Empfänger des Paketes erkannt haben, möchten sich bitte mit der Polizei Hameln (Tel. 05151/933-222) in Verbindung setzen.

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