weather-image
Auszeichnung des Bundespräsidenten

Verdienstmedaille der Bundesrepublik für Wolfgang Pech

BÜCKEBURG. Oberstleutnant a.D. Wolfgang Pech ist anlässlich der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Heeresfliegertruppe in der Achumer Schäferkaserne mit der „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet worden.

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement

Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. Dass ehrenamtliches Engagement manchmal auf eine besondere Art „honoriert“ wird, das hat der Oberstleutnant a.D. Wolfgang Pech nun vor großem Publikum selbst erfahren. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Heeresfliegertruppe in der Achumer Schäferkaserne (wir berichteten) ist dem Bückeburger die „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen worden.

Zur Begründung zitierte Landrat Jörg Farr aus der zugrunde liegenden Entscheidung des Bundespräsidenten Joachim Gauck, in dessen Namen er die Auszeichnung vornahm: „Oberstleutnant a.D. Pech engagiert sich seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Verwalter der von ihm maßgeblich aufgebauten und zusammengetragenen Lehrsammlung der Heeresfliegertruppe.“ Dabei setze er sich mit großem Engagement, auch unter Inkaufnahme persönlicher finanzieller Belastungen, für die Archivierung alter Dokumente über die Geschichte der Heeresfliegertruppe ein, und zwar von allen jetzigen und ehemaligen Standorten dieser Truppengattung. Des Weiteren mache er sich für den Erhalt der Erinnerungen an ehemalige Verbände und Flugplätze bundesweit in den jeweiligen Kommunen stark.

Hiernach würdigte Farr das Engagement Pechs aber auch noch mit eigenen Worten, indem er hervorhob, dass die von Pech initiierte Sammlung, das Archiv, „ein wichtiges Vermächtnis“ sei. Denn dies sei „ein Beleg und eine Chronologie, um sich an die Anfänge und den Werdegang der Heeresfliegertruppe zu erinnern.“ Und dafür könne sich nicht nur die Heeresfliegertruppe selbst, sondern auch die gesamte Bevölkerung „sehr herzlich bedanken“.

Ergänzend wies Farr darauf hin, dass Pech (geboren im Jahr 1939) insgesamt 35 Jahre lang Offizier der Heeresfliegertruppe gewesen ist – zuletzt in der Funktion als Flugsicherheitsstabsoffizier an der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg (heute: Int. HAZ Bückeburg). Dabei sei Pech 1986 während dessen Dienstzeit aufgrund beispielhafter Erfüllung dessen Soldatenpflichten mit dem „Ehrenkreuz in Gold der Bundeswehr“ ausgezeichnet worden.

Pech habe zudem „im zivilen Umfeld Bückeburgs“ für eine enge Zusammenarbeit der Heeresfliegertruppe mit dem Hubschraubermuseum des Vereins Hubschrauberzentrum Bückeburg gesorgt, sagte Farr, und komplettierte dies mit einem weiteren Zitat aus der Entscheidung des Bundespräsidenten: „Es gelang ihm, das Bindeglied zwischen Museumsbesuchern und der Heeresfliegertruppe zu sein und so die nationalen und internationalen Einsätze der Bundeswehr, besonders im humanitären Bereich, eindrucksvoll und packend darzustellen.“

Farr merkte an, dass Pech seit 1996 nebenbei als ehrenamtlicher Prüfer des Kreissportbundes Schaumburg für die Abnahme des Deutschen Olympischen Sportabzeichens tätig ist. Dabei betreue Pech in Bückeburg zwölf Sportvereine und sechs Schulen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare