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Bückeburger gewinnen beim TSV Krähenwinkel-Kaltenweide mit 3:1 / Trainer Nico Felix macht mit der Aufstellung alles richtig

VfL holt die „Krähen“ vom Himmel

veröffentlicht am 11.03.2018 um 20:19 Uhr

LANGENHAGEN. Wenn der TSV Krähenwinkel-Kaltenweide Tore schießt, dann ertönt furchteinflößendes Krähengeschrei in seinem Waldstadion. Doch Alfred Hitchcocks Vögel wurden gestern nur einmal garstig. Das lag vor allem am VfL Bückeburg, der in Langenhagen eine Halbzeit lang großartig aufspielte und das Landesligaspiel hochverdient mit 3:1 gewann.

„Am wertvollsten waren für mich unsere Ruhe und Disziplin in der Abwehr“, freute sich VfL-Trainer Nico Felix nach Spielschluss. Er hatte mit seiner Aufstellung alles richtig gemacht, vertraute mit Niko Werner und Jan Steininger einer erfahrenen Innenverteidigung, gab Marcel Buchholz eine tragende Rolle und nominierte Wiedereinsteiger Bastian Könemann – allesamt perfekte Entscheidungen. Werner behielt gegen Krähen-Torjäger Marcel Kunstmann die Lufthoheit, Steininger glänzte mit durchdachten Aktionen, Buchholz war mit seinem Antritt einer der auffälligsten Spieler und Könemann betätigte sich als Unruhestifter in der gegnerischen Abwehr.

Nachdem der TSV die ersten Minuten wild begann, zeigte der VfL im restlichen Verlauf der ersten Halbzeit, was er zu leisten imstande ist. Der Ball lief, das Spiel der Gäste war schnell und auch in den Zweikämpfen waren Geschwindigkeitsvorteile unübersehbar. Bei den tadellos herausgespielten Toren zur 3:0-Pausenführung staunten die Zuschauer nicht schlecht. Beim 1:0 ging die entscheidende Initiative von Markus Mensching aus, der sich durchwurstelte und aus 16 Metern drauf hielt. Als Torwart Jan-Hendrik Helms Probleme hatte, den Ball festzuhalten, war Instinktfußballer Alexander Bremer zur Stelle und vollendete aus spitzem Winkel (18.). Nur zwei Minuten später ein richtig schöner weiterer Treffer des VfL: Moritz Heine mit einem Traumpass, Benjamin Hartmann mit einer messerscharfen flachen Hereingabe und Bastian Könemann in der Mitte mit gedanklichen Vorteilen zu seinem Gegenspieler. Aus drei Metern stocherte er den Ball zum 2:0 hinein. Als Kunstmann in der Schlussminute der ersten Halbzeit mit einem imposanten Fehltritt auch noch ein Eigentor zum 3:0 für den VfL unterlief, schien das bereits die Vorentscheidung zu sein. Pascal Könemann hatte das Missgeschick mit einem ätzend gefährlich vor das Tor gezogenen Freistoß provoziert.

Als der VfL Bückeburg in der zweiten Halbzeit aber zunehmend in einen Verwaltungsmodus verfiel, wäre es fast nochmal eng geworden. Der Tabellensiebte erkämpfte sich zunehmend Spielanteile, war vorne limitiert, kam aber mit Kunstmanns platziertem 15-Meter-Schuss in der 67. Minute noch einmal auf 1:3 heran. Mehr aber auch nicht.

VfL: Pöhler, Pascal Könemann, Abram, Werner, Bremer, Hartmann (80. Führing), Buchholz (90. Geng), Heine, Steininger, Bastian Könemann (90. Schmalkoch), Mensching.jö

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