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Blickwinkel-Gottesdienst auf dem Rethof

Volles Haus

BÜCKEBURG. Der Landregen am Sonntagmorgen hat viele Teilnehmer nicht davon abgehalten, zum Gottesdienst auf den Rethof nach Scheie rauszufahren. Die etwa 150 Besucher fanden jedoch nicht alle in der Diele einen Platz. Eine gute Lautsprecheranlage sorgte aber dafür, dass die Zuhörer auch draußen etwas von diesem Blickwinkel-Gottesdienst zum Thema „Heiter – nicht wolkig! Freude, die von innen kommt …“ mitbekamen.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 13:08 Uhr
aktualisiert am 12.06.2018 um 16:17 Uhr

Der Posaunenchor spielt kraftvoll und feierlich zu den Liedern im Gottesdienst. Foto: GN

Autor:

Gabi Nachstedt
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Eigentlich war dieser Gottesdienst als Veranstaltung unter freiem Himmel geplant gewesen. Doch wegen des anhaltenden Regens entschloss man sich, nach drinnen auf die große Diele auszuweichen. Die Gastgeber, das Ehepaar Loose-Hornung, halfen mit beim Umräumen und Herrichten. Meist kamen die Gottesdienstbesucher mit Autos und parkten diese neben Misthaufen und gackernden Hühnern. Aber einige hatten auch, in Regenkleidung, das Fahrrad genommen. Es wurde so voll, dass die Konfikids schon auf Decken Platz nehmen mussten. Die jüngeren Kinder gingen zum Kindergottesdienst mit Pastor Rainer Diekmann ins Backhaus nebenan.

Pünktlich zum Start des Blickwinkel-Gottesdienstes hörte dann der Regen auf. Dazu Landesbischof Karl-Hinrich Manzke: „Das war jetzt auch so geplant.“ Kraftvoll und feierlich begleitete der Posaunenchor zu Beginn das traditionelle Sommerlied im Kirchenjahr „Geh aus mein Herz und suche Freud“.

In der Anfangsmoderation des Organisationsteams ging es darum, wie Freude, die von innen kommt, ausgedrückt werden kann. Das könne durch Singen, aber auch durch Tanzen geschehen, hieß es. Da der Landesbischof einmal geäußert hatte, er würde gerne in der Kirche einmal tanzen, wurde an diesem Vormittag seinem Wunsch entsprochen. Mit ihm auf der Bühne tanzten also alle Gottesdienstbesucher zunächst ein wenig, und zwar wie der alte Mister Stringer in den „Miss Marple“-Krimis – ausschließlich durch lockeres Bewegen der Hüfte und der Ellenbogen, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Um das Tanzen auf etwas professionellere Beine zu stellen, bekam das Ehepaar Manzke noch einen Salsa-Kurs spendiert. In der Dialogpredigt tauschten anschließend Landesbischof Manzke und Pastor Jan-Uwe Zapke ihre Gedanken über die Freude, die von innen komme, aus. Freude sei nicht zu verwechseln mit Spaß, so die Pastoren. Spaß könne von außen inszeniert werden, durch Witze oder Comedy, auch durch einen unterhaltsamen Gottesdienst. Echte Freude sei jedoch ein tiefes inneres Gefühl der Zufriedenheit mit sich und seiner Welt. Es bedeute ein „Loslassen“ vom Streben nach einem „immer mehr“. Wer als Christ sein Leben als geschenkte Jahre betrachten und diese erfüllt erleben könne, der habe die innere Freude gefunden.

Landesbischof Manzke und Pastor Zapke sprechen über die „Freude“. Foto: GN
  • Landesbischof Manzke und Pastor Zapke sprechen über die „Freude“. Foto: GN
Die Konfikids bekommen zum Abschied Luftballons. Foto: GN
  • Die Konfikids bekommen zum Abschied Luftballons. Foto: GN

Musikalisch umrahmt wurde dieser Blickwinkel-Gottesdienst neben dem Posaunenchor auch von der Band „Grenzgänger“ mit rockigen Tönen sowie der Jugendband der Kirchengemeinde mit romantischen Klängen.

Zum Abschluss wurden alle Konfikids von Pastor Zapke verabschiedet. Gemeinsam sangen sie der Gemeinde das hoffnungsvolle Lied „Das ist Versöhnung“ vor. Die Kinder bekamen Luftballons geschenkt, die anschließend auf einer Weide in den Himmel aufstiegen. Mit Karte versehen, wird nun gewartet, wie weit sie fliegen. Die Finder bekommen in jedem Fall ein Geschenk der Freude, was immer das sein mag.

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