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Schlagersänger Bata Illic besucht Bückeburg und erzählt über aktuelle Aktivitäten

Von Musikerrente keine Spur

BÜCKEBURG. „Michaela“ war der größte Hit von Bata Illic. 45 Jahre danach war der Schlagerstar in Bückeburg. Warum?

veröffentlicht am 30.10.2017 um 14:51 Uhr
aktualisiert am 30.10.2017 um 17:21 Uhr

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Autor

Herbert Busch Reporter
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Bata Illic hat der Ex-Residenz einen Besuch abgestattet. Wie das ARD-Magazin „Brisant“ in einer seiner jüngsten Ausgaben berichtete, ist bei dem Schlager-Urgestein „von Musikerrente keine Spur“. Ganz im Gegenteil – „der Musiker feilt in einem kleinen Kellerstudio an neuen Liedern“, ließ der Moderator wissen. „Ich freue mich auf das neue Album“, sagte Illic.

Der im September 1939 in Belgrad geborene Schlagersänger besuchte in Bückeburg zunächst das Hubschraubermuseum und anschließen in Meinsen-Warber die Orgel-Manufaktur Keyswerk. Im Helikopter-Museum begeisterte den 78-Jährigen vor allem ein Flug im Simulator. „Eine phantastische, realitätsnahe Perspektive, wirklich wunderschön“, meinte der Gast. In Meinsen-Warber stand unter anderem ein Treffen mit dem Pianisten Mark Whale auf dem Programm. Illic und Whale wollen im kommenden Jahr gemeinsam auf Tour gehen. „Er hat eine ganz besondere Art zu spielen“, gab der Sänger zu verstehen.

Was die Fernsehzuschauer nicht erfuhren: Während der Stippvisite im Bückeburger Norden erwarb Illic eine Orgel der Keyswerk-Reihe „Sempra“. Die Böhm-Orgel gilt unter Fachleuten als überaus innovatives Instrument. „Mit Sempra definieren wir die elektronische Orgel neu“, erklärte Keyswerk-Geschäftsführer Erik Jeromin. „Die auf ultraschnelle Performance ausgelegte Technologie sorgt bei der neuen Sempra-Generation für ein Spielvergnügen wie nie zuvor.“

Bata Illic betritt die Meinsen-Warberaner Orgel-Manufaktur.
  • Bata Illic betritt die Meinsen-Warberaner Orgel-Manufaktur.

Bei dem von Illic ausgewählten Modell „Sempra SE 40“ handelt es sich um ein zweimanualiges Instrument, das über ein außergewöhnliches Design verfügt. „Eine Augen- und Ohrenweide in hochwertigster Ausführung“, wie Jeromin darlegte.

Was das TV-Publikum ebenfalls nicht in Erfahrung bringen konnte: Das „Kellerstudio“ heißt „ktl-records“, ist in Lübbecke zu finden und wird von Uli Werner betrieben. Der Toningenieur war auch in Meinsen-Warber zugegen und ließ wissen, dass das Album unter dem Arbeitstitel „50 Jahre Bata Illic“ entsteht.

Der heute im oberbayerischen Gräfelfing westlich von München wohnende Schlagerstar nahm seine Debüt-Schallplatte 1967 auf. Seine ersten Erfolgstitel in den Hitparaden waren „Mit verbundenen Augen“ und „Schuhe, so schwer wie ein Stein“. 1972 kam mit „Michaela“ sein größter Hit auf den Markt. „Jetzt singen ungefähr drei Generationen dieses Lied mit mir, darüber freue ich mich von Herzen“, führte Illic in Meinsen-Warber aus. Auch auf der Neuveröffentlichung werde sich viel um Liebe, Sehnsucht und Hoffnung drehen, sagte der Ausnahmekünstler, der seit nunmehr fünf Jahrzehnten für gefühlvolle und angenehm zu hörende Unterhaltungsmusik steht.

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