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Junge Leute ziehen nach Rinteln

Warum zieht ihr in die Kleinstadt?

RINTELN. Was hält junge Menschen in Rinteln – und weswegen ziehen sie hierher? Unsere Zeitung hat drei junge Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen gefragt.

veröffentlicht am 02.01.2018 um 16:29 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 18:30 Uhr

Was bewegt junge Erwachsene dazu, in eine Kleinstadt zu ziehen? Die Antwort darauf „ist sehr komplex“, sagt Rintelns Demografiebeauftragte Linda Mundhenke. Symbolfoto: Pixabay

Autor:

Fenja Hentschel
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Lisa Holste (24) ist gebürtig aus Steinbergen, zog aber für ihr Studium nach Lingen. Fünf Jahre lang studierte sie Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück. Jetzt ist sie zurück in Rinteln.

„Ich ziehe mit meinem Freund zusammen, da ist Rinteln beziehungsweise Bückeburg einfach der beste Standort für uns.“ Aber auch ihre Wurzeln lägen hier, berichtet die 24-Jährige weiter, die in der 1. Damenmannschaft in Steinbergen Tischtennis spielt. An Rinteln gefällt ihr besonders die historische Altstadt. Ein Großstadtmensch sei sie eh nicht wirklich.

„Meine Familie und meine Freunde sind hier, einfach viele, die man von früher kennt. Das ist toll, wenn man sich so oft sehen kann.“ Ab und zu gehe sie einen Cocktail trinken – die Auswahl an Kneipen und vor allem Cafés in Rinteln könnte noch größer sein.

Anna Lena Tegtmeier, 26, arbeitet als Krankenpflegerin und studiert nebenbei.
  • Anna Lena Tegtmeier, 26, arbeitet als Krankenpflegerin und studiert nebenbei.
Gerrit Heins, 20, ist wegen seiner Ausbildung nach Rinteln gezogen. Fotos: feh
  • Gerrit Heins, 20, ist wegen seiner Ausbildung nach Rinteln gezogen. Fotos: feh
Lisa Holste, 24, ist nach dem Studium zurück in die Weserstadt gezogen.
  • Lisa Holste, 24, ist nach dem Studium zurück in die Weserstadt gezogen.

„Ich fühle mich hier einfach wohl“, sagt Anna Lena Tegt-meier, Krankenpflegerin aus Rinteln. Neben ihrem Job im Klinikum Schaumburg studiert die 26-Jährge an der Hochschule Osnabrück Pflegemanagement. „Während des Studiums habe ich Blockkurse. Die finden dann in Osnabrück statt. Ich bin immer froh, wenn ich wieder nach Hause, nach Rinteln, fahren kann.“ Sie habe hier auch viele Freunde, die sie nicht missen möchte.

Ihre Ausbildung absolvierte Anna Lena Tegtmeier am Fachgymnasium für Gesundheit und Soziales in Rinteln. Nebenbei ist sie in der Freiwilligen Feuerwehr Rinteln und in der Werkfeuerwehr des Krankenhauses aktiv. Zudem sitzt sie seit 2016 im Stadtrat und ist in den Ausschüssen Soziales, Jugend, Frauen und Integration sowie dem Feuerwehrzusatzausschuss. „Man hat doch hier eigentlich alles – Seen, Wälder, ein paar Kneipen. Nur zum Shoppen fehlen dann doch die Möglichkeiten“, findet Tegtmeier. Für sie ist die Academia eine Verbesserung für Rinteln: „So kann man einfach mehr junge Menschen hierher locken.“

Gerrit Heins (20) verschlägt es für seine Ausbildung in die Stadt an der Weser. Er ist einer von etwa 250 Studenten, die im August ihr duales Studium an der Steuerakademie Niedersachsen begonnen haben. Seine Heimat liegt im 200 Kilometer entfernten Stade. Für ihn sei Rinteln zwar Mittel zum Zweck, da der Theorieteil seines Studiums nur hier stattfinde. Dennoch fühlt sich Heins hier wohl.

„Rinteln hat eine schöne Altstadt. Und es gibt viele Freizeitangebote, die extra für uns Studenten zugeschnitten sind.“ Ein Fitnessstudio biete zum Beispiel an, dass man nur für die Monate den Beitrag zahlt, in denen man vor Ort in Rinteln ist. Auch umliegende Vereine hätten Angebote für die Studierenden der Stakad: „Wir können zum Volleyball- oder Fußball-Training kommen. Ich gehe in Steinbergen zum Tischtennis-Training, weil ich auch zu Hause noch an Punktspielen teilnehme.“

Sein erster Theorieteil ist im Dezember beendet, der nächste beginnt im Juli des nächsten Jahres. Dann will Heins mit zwei Kommilitonen in eine neue Wohngemeinschaft in Rinteln ziehen.

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