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Schon heute Verkehrschaos

Was, wenn 900 Schüler und 100 Lehrer künftig zur IGS wollen?

RINTELN. Die gemeinsame Forderung von Bauausschuss und Rintelner Ortsrat, die Parkplätze und Bushaltestellen am Gymnasium Ernestinum vom derzeitigen Standort zwischen Graebeweg und Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße an die Westseite, an die Burgfeldsweide zu verlegen, rief großes Erstaunen beim Landkreis Schaumburg und bei den betroffenen Verkehrsbetrieben hervor: Davon wisse man nichts, davon sei bisher nicht die Rede gewesen.

veröffentlicht am 09.02.2018 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 09.02.2018 um 16:40 Uhr

Der von Gymnasiasten, Lehrern und Eltern genutzte Parkplatz zwischen Graebeweg und Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße soll nach Vorstellung des Bauausschusses und des Ortsrats Rinteln auf die Burgfeldsweide verlegt werden, um die Verkehrssituation mit Bli
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Hans Weimann Reporter
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RINTELN. Idee des Bauausschusses wie des Ortsrates ist es, auf den bisherigen Parkplatz komplett zu verzichten und die Fläche stattdessen als Schulhof oder Grünanlage zu nutzen. In der gemeinsamen Sitzung waren gute Gründe für eine Verlegung vorgetragen worden. Schon jetzt herrsche zu Schulbeginn- wie Schulschluss in der Friedrich-Wihelm-Ande-Straße und an der Einmündung des Graebewegs Verkehrschaos, weil vor dem Schulhof Busse, die Fahrzeuge der Lehrer und Gymnasiasten, Mofas, Fahrräder, Fußgänger und die „Elterntaxis“ aufeinandertreffen. Schon heute sind die Anwohner an der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße vom Verkehrslärm entnervt. Es gebe zeitweise Staus bis zur Ampel am Friedhof. Wie soll das also erst werden, wenn künftig weitere 900 Schüler und hundert Lehrer zur neuen IGS wollen?

Dieter Horn (SPD) empfahl, mit der künftigen Verkehrslenkung noch vor der Ostumgehung zu beginnen. Dr. Gert Armin Neuhäuser war skeptisch: Autofahrer suchten sich immer den kürzesten Weg.

Einig war man sich im Ausschuss, dass es keine Lösung sei, den bisherigen Parkplatz beizubehalten und zusätzlich einen neuen an der Burgfeldsweide anzulegen: Dann versuchten alle zunächst, den näher gelegenen über die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße anzufahren. Dass ein neuer Parkplatz im Hochwasserschutzgebiet liegen würde, sieht man nicht als Problem.

Die Anwohner der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße sind vom Verkehrslärm genervt. Es gibt zeitweise Staus bis zur Ampel am Friedhof. Foto: tol
  • Die Anwohner der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße sind vom Verkehrslärm genervt. Es gibt zeitweise Staus bis zur Ampel am Friedhof. Foto: tol

Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises, betonte am Freitag in einem Telefongespräch, über diese Probleme müsse man reden. Nach seiner Auffassung könne man Verkehrsprobleme im Bauleitverfahren besprechen und lösen, ohne dass es zu weiteren Verzögerungen kommen müsse. Nur sei das bisher noch nicht von der Stadt kommuniziert worden.

Auch bei der Schaumburger Verkehrsgesellschaft in Stadthagen wie bei den Verkehrsbetrieben Extertal (vbe) zeigte man sich überrascht. Uwe Kortemeier, Prokurist und Betriebsleiter bei den Verkehrsbetrieben betonte: „Dass die Bushaltestellen verlegt werden sollen, wissen wir nicht.“

Gymnasialleiter André Sawade stellte auf Anfrage fest, für die Schule gehe es vor allem darum, dass die Schüler auf einem „möglichst kurzen Weg pünktlich, sicher und trocken“ in der Schule ankommen, auch im Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, und bei schlechtem Wetter. Alles andere überlasse er den Fachleuten.

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