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Neuer Nähkursus im Familienzentrum bringt geflüchtete und deutsche Frauen zusammen

Wege aus der Isolation

RINTELN. Im Familienzentrum der Stadt startet Montag, 18. September, ein neuer Nähkursus für Frauen mit Migrationshintergrund und deutsche Frauen aus Rinteln. Er findet jeweils montags von 14 bis 17 Uhr statt und wird von Hauptamtlichen des Familienzentrums und zahlreichen Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt.

veröffentlicht am 13.09.2017 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 13.09.2017 um 19:12 Uhr

Beim letzten Nähkursus wurden von den Teilnehmerinnen Duft-Herzen genäht. Foto: pr

RINTELN. Im Familienzentrum der Stadt Rinteln, Ostertorstraße 2, startet am Montag, 18. September, ein neuer Nähkursus für Frauen mit Migrationshintergrund und deutschen Frauen aus Rinteln. Der Nähkursus findet jeweils montags von 14 bis 17 Uhr statt und wird von Hauptamtlichen des Familienzentrums und zahlreichen Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt.

Nach Amtsantritt der Integrationsbeauftragten konnte das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum, der Stiftung für Rinteln, der AWO und des Kinderschutzbundes neu durchstarten. Dank öffentlicher Fördermittel aus dem Programm „500 Landinitiativen“ des Bundesernährungsministeriums an die Stiftung für Rinteln und weiterer finanzieller Unterstützer wie der AWO-Stiftung und der Stadt Rinteln ist auch die Finanzierung des Projektes vorerst sicher gestellt.

Zum Zeitpunkt der größtenteils dezentralen Unterbringung der Geflüchteten in Rinteln stellt der Nähkursus eine wichtige Kontakt- und Anlaufstelle dar, wo Frauen aus Deutschland und Zugewanderte sich neben dem Nähen miteinander austauschen und ihre sprachlichen und handwerklichen Fähigkeiten verbessern können. Insbesondere der Austausch zwischen den geflüchteten Frauen und den deutschen Bürgerinnen ist ein großer Zugewinn für das Projekt. Der Nähkursus bringt die Frauen mit Migrationshintergrund aus der Isolation heraus und fördert den Austausch mit den Einheimischen – das stärkt das Sozialbewusstsein sowie das gegenseitige Verständnis maßgeblich.

Bei dem bisherigen Nähkursus ging es in erster Linie um ein Kennenlernen zwischen deutschen Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund. Jetzt, wo die sprachliche Verständigung besser gelingt und erste Kontakte entstanden sind, wird nach der Ankommensphase der Fokus im Projekt mehr auf die Verfestigung von erlangten Sprachkenntnisse sowie auf das Kennenlernen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden gelegt.

Perspektiven
aufzeigen

Auch geht es langfristig darum, Perspektiven für die geflüchteten Frauen aufzuzeigen und Berufsmöglichkeiten für die Zukunft zu erörtern. Dazu erarbeitet die Integrationsbeauftragte der Stadt derzeit ein Konzept, mit dem das Projekt ergänzt werden soll.

Wer beim Nähkursus mitmachen möchte, kann sich bei Kornelia Budde von der Stiftung für Rinteln, telefonisch unter (0 57 51) 40 33 03, anmelden. Heidrun Korfhage begleitet das Nähenangebot fachlich, für die Kinderbetreuung stehen Ehrenamtliche zur Verfügung. Die Teilnehmerzahl für den Nähkursus ist begrenzt. Der Kursus selbst ist kostenlos. Stoffe und Nähmaschinen stehen bereit.

Wer einfach nur kommen möchte, um zu Stricken oder zu Häkeln, ist ebenfalls willkommen. Allerdings kann derzeit in diesem Bereich keine fachliche Unterstützung angeboten werden und das Material muss selbst mitgebracht werden.

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