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Alt geht, Jung kommt

Wehr: Bödeker gibt Stellvertreter-Amt auf, Scholz übernimmt

OBERNKIRCHEN. Clemens Keich benötigt nur vier Worte, um den gesamten Vorgang zusammenzufassen: „Alt geht, Jung kommt“, sagt der Stadtbrandmeister.

veröffentlicht am 25.10.2017 um 11:50 Uhr
aktualisiert am 25.10.2017 um 15:30 Uhr

Wechsel im Amt des Stellvertreters der Ortswehr Obernkirchen: Steffen Scholz (l.) und Burkhard Bödeker. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Clemens Keich benötigt nur vier Worte, um den gesamten Vorgang zusammenzufassen: „Alt geht, Jung kommt“, sagt der Stadtbrandmeister, und auch Bürgermeister Oliver Schäfer wird angesichts des Altersunterschiedes zwischen dem, der jetzt sein Amt niederlegt, und dem, der es künftig ausfüllen wird, von einem Generationswechsel sprechen.

Nach zehn Jahren und sechs Monaten wird Burkhard Bödeker am Monatsende sein Amt als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Obernkirchen aufgeben; nicht ganz freiwillig, wie Schäfer durchblicken ließ, aber der Mann im blauen Rock hat die Altersgrenze erreicht.

Die Ernennung von Bödeker sei eine seiner ersten Amtshandlungen als Bürgermeister gewesen, erinnert sich Schäfer, aber man habe ja mehr Berührungspunkte, schließlich sei der Bauhof ja Bödekers berufliche Heimat. Er jedenfalls hoffe, dass Bödeker der Wehr treu bleibe, und sei es nur im Sinne der Kameradschaftspflege. Was der scheidende Stellvertreter für die Ortswehr gelistet habe, umriss Schäfer so: „Mit Worten kann man es nicht wettmachen.“

Ab dem 1. Oktober folgt ihm Steffen Scholz im Amt, zunächst kommissarisch, weil er noch nicht alle notwendigen Lehrgänge absolviert hat, aber das wird schon, sagt Schäfer, Scholz soll ihm dann einfach einen Brief schicken. Vorgänge hinterlassen Fußspuren, fährt der Bürgermeister fort, aber eines Tages geht auch der Nachwuchs seinen eigenen Weg. Man dürfe indes nicht mit einer „großen Schere“ alles abschneiden und rauswerfen, was der Vorgänger aufgebaut habe, sondern müsse das nehmen, was gut war, und es durch eigenes ergänzen. Mit Blick auf Scholz formulierte Schäfer es klar und deutlich: „Ich habe keine Bedenken, dass es so kommen wird.“ Sollte heißen: „Das Grundvertrauen ist gegeben.“

Mit Bödeker gehe ein Feuerwehrmann „durch und durch“, erklärte Keich, und Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote sprach kurz die Altersgrenze an, die wohl in niedersächsischen Landtag demnächst auf 67 Jahre angehoben wird. Bei einer Umfrage hätten sich 60 Prozent der Wehren dafür ausgesprochen, 40 Prozent dagegen, aber die Probleme bei der Tagesverfügbarkeit betreffe ja alle Wehren, und im Landkreis Schaumburg seien viele Arbeitsplätze weggefallen, „das hat natürlich eingeschlagen“, so Grote.

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