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Neues Mehrgenerationenhäuschen

Weihnachten steht fast schon vor der Tür

RINTELN. Die jungen „Häuslebauer“ der Rintelner BBS machen deutliche Fortschritte beim Bau des neuen Mehrgenerationenhäuschen für den nächsten „Adventszauber“.

veröffentlicht am 18.06.2017 um 18:14 Uhr

Jetzt kann man sich schon langsam vorstellen, wie das Mehrgenerationenhäuschen einmal aussehen wird. Alle Beteiligten sind jedenfalls schon mal sehr stolz auf ihr Werk. Foto: cm
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Autor

Claudia Masthoff Reporterin
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RINTELN. Linda Mundhenke strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Ja, so hat sie sich das vorgestellt, das neue Mehrgenerationenhäuschen, das beim nächsten Adventszauber als Treffpunkt für Menschen, Vereine und Initiativen dienen soll. Groß ist es geworden. Eine einladende Doppelflügeltür soll es bekommen und bodentiefe Fenster, die den Blick von drinnen nach draußen und umgekehrt zulassen.

Jeden Zentimeter, den der Marktplatz (und der Marktmeister) bei solchen Veranstaltungen hergibt, hat man in Anspruch genommen. Sogar ein kleines Vordach wurde genehmigt, das auch bei Verkaufs- oder Informationsaktionen, die sich direkt an Passanten wenden, noch ein wenig Schutz vor schlechtem Wetter bietet.

An der ganz konkreten Entwicklung des transportablen Häuschens sind viele Menschen beteiligt. Die organisatorische Grundlage liegt im Kooperationsvertrag zwischen Stadt und BBS. Für Entwurf und Umsetzung zeichnet Michael Hintz, Fachlehrer und Werkstattleiter im Bereich Holztechnik der BBS, verantwortlich. Der hat sich mächtig viele Gedanken gemacht, denn „sein Werk“ muss einer ganzen Reihe von Bedingungen genügen.

„Wichtigste Vorgabe war ja, dass der Bauhof in der Lage sein muss, das Häuschen regelmäßig auf- und abzubauen“, erläutert Hintz. „Für mich kam da nur eine Bauweise, die ohne Schrauben auskommt, infrage. Schraubverbindungen leiden nämlich, wenn sie ständig wieder auseinandergenommen werden.“

Und dann habe er die Idee entwickelt, die einzelnen Elemente durch ein Aluminium-Ringankersystem mit sechs Zentimeter langen Dornen, die in entsprechende Löcher in den Holzbalken greifen, zu verbinden (So bekamen sogar die Schüler im Bereich Metall noch etwas zu tun.).

Gute Planung sei bei so einem Projekt alles. Das Dach sei, damit es für den Aufbau nicht zu unhandlich würde, in zwei Teilen gebaut. Ein Wandelement werde speziell für die Einspeisung und Verteilung bei der Stromversorgung ausgerüstet. Dämmung sei rundum vorgesehen, und selbst für starke Winde sei die Hütte gerüstet: „Dafür wird der Zusammenhalt der einzelnen Teile nach dem Aufbau zusätzlich mit starken Metallklammern gesichert.“

Wenn Hintz der Kopf des ganzen Bauvorhabens ist, sind seine Schüler die Hände. Zwei Sprachförderklassen der BBS haben am Mehrgenerationenhäuschen mitgewirkt. „Aus pädagogischer Sicht eine ganz tolle Sache. Was hier so im täglichen Miteinander an Fachwörtern und natürlich auch Alltagssprache gelernt wurde, war sagenhaft“, betont Hintz. Mittlerweile seien die die „Fachleute“, Schüler aus dem Bereich Holz, im Einsatz. „Das beschleunigt den Fortschritt am Bau doch um einiges“, lacht der Fachlehrer. „Wir wollen ja rechtzeitig fertig werden.“

Das sollte doch wohl klappen, will man meinen, denn an diesem Bau wird nicht getrödelt. Wie sehr die Schüler sich hier mit „ihrem“ Häuschen identifizieren und entsprechend mit Feuereifer dabei sind, kann selbst der unbedarfte Besucher erkennen.

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