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Fünf Schülerinnen bringen „Puppenspiel“ auf die Bühne

Wenn alte Marionetten plötzlich lebendig werden …

BÜCKEBURG. Irgendwann spielte Thor Truppel nicht mehr mit. Er sollte Boxer werden, doch der Neunjährige entschied sich für das Kindertheater. Heute arbeitet Truppel als Autor, Regisseur und Schauspieler. Am Gymnasium Adolfinum kommt Truppels „Puppenspiel“ Anfang November auf die Bühne.

veröffentlicht am 29.10.2017 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 29.10.2017 um 16:30 Uhr

Vor Schreck erstarrt: Sophie Mädje, Nele Käber, Franziska Wilkening, Julia Schaar und Geena Feldkötter. foto: vhs

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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BÜCKEBURG. Irgendwann spielte Thor Truppel nicht mehr mit. Er sollte Boxer werden, doch der neunjährige Junge aus Sachsen entschied sich für das Kindertheater. Sein Land kam um 1988 gerade mächtig in Bewegung. Heute arbeitet Truppel als Autor, Regisseur und Schauspieler. Seine Stücke haben Impulscharakter. Das Ensemble behält hinreichend Spielraum. Am Gymnasium Adolfinum kommt Truppels „Puppenspiel“ Anfang November auf die Bühne.

„Die wollen uns verbrennen“, sagt eine Marionette. Ihr Leben scheint am seidenen Faden zu hängen. Auch Puppen haben ihre Geschichte, das zeigt das Stück mit großer Eindringlichkeit. Es geht um Missbrauch, um Verletzungen und bleibende Wunden. Doch die Akteure um Geena Feldkötter aus dem 12. Jahrgang versprechen, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Schon die Beobachtung der hölzernen Bewegung hat ihren Reiz. Der staubige Dachboden, auf dem die Puppen ihr Dasein fristen, wird zum Schauplatz dramatischer Vorgänge. Von Rache ist die Rede. Blinde Zerstörungswut treibt die beiden jungen Frauen an, von glücklicher Kindheit keine Rede. Doch wer hat die Fäden in der Hand?

Die Gruppe aus dem Kurs „Darstellendes Spiel“ von Silvio Seith hat bereits im letzten Schuljahr mit der selbstständigen Arbeit am Stoff begonnen.

Ihr Ergebnis zeigen die fünf Schülerinnen nun am kommenden Donnerstag, dem 2. November, ab 18.30 Uhr im Forum der Schule an der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße.

Der Eintritt ist frei. Spenden kommen dem Jahrgang der Abiturienten zugute.

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