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Ilse Achilles stellt Buch vor

Wenn behinderte Kinder erwachsen sind …

BÜCKEBURG. Die Autorin und Journalistin Ilse Achilles hat am Freitagabend ihr neues Buch „Betagte Eltern – behinderte Kinder. Die Zukunft rechtzeitig gestalten“ während einer Lesung in der Begegnungsstätte vorgestellt.

veröffentlicht am 26.10.2017 um 15:57 Uhr

Stellte ihr neues Buch vor: die Münchner Journalistin Ilse Achilles in der Begegnungsstätte. Foto: tla

Autor:

Tanja Langejürgen
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BÜCKEBURG. „Was sollten Sie über mich wissen? Ich bin fast 77 Jahre alt, in Bückeburg geboren, wuchs in Berlin auf und lebe seit 37 Jahren in München“, sagte Ilse Achilles. „Und nun zum Buch …“ Die Autorin und Journalistin hat am Freitagabend ihr neues Buch „Betagte Eltern – behinderte Kinder. Die Zukunft rechtzeitig gestalten“ während einer Lesung in der Begegnungsstätte vorgestellt. „Der Lektor und ich haben lange überlegt, wie nennen wir es. Wir haben uns dann für diesen Titel entschieden.“ Die Lesung erfolgte in Kooperation mit der Stadtbücherei und dem Haus Kurt Partzsch. Im Anschluss gab es eine offene Diskussionsrunde.

In dem Buch beschäftigt sich Achilles damit, warum loslassen so schwer ist. „Noch können wir, die alt gewordenen Eltern, für unsere behinderten Kinder einiges tun – egal, ob unsere Töchter und Söhne im Wohnheim leben oder zuhause“, so die Autorin. „Wir springen ein bei Notfällen, bei Krankheiten, bei der Freizeitgestaltung. Aber viele von uns spüren, wir können das nicht mehr lang leisten. Wie soll es weitergehen?“, fragte die Journalistin, die in Herford ein Volontariat absolvierte und 20 Jahre bei der Frauenzeitschrift „Freundin“ war.

In „Betagte Eltern – behinderte Kinder“ lässt sie viele Betroffene zu Wort kommen. Das Buch enthält zudem Kapitel wie „Die Geschwister dürfen wir als Betreuer nicht überfordern“, Was sich in Krankenhäusern und Praxen ändern muss“, „Wie und wo verbringen unsere Kinder ihren Ruhestand?“ oder „Wie kann man vorsorgen“. Ein halbes Jahr hat Achilles an dieser Lektüre intensiv gearbeitet. Wann es wieder ein neues Werk von ihr gibt, kann die Münchner Autorin noch nicht so genau sagen. „Ich habe mehrere Anfragen für Bachelorarbeiten“, erzählte Achilles.

Die Journalistin hat zwei Töchter und einen behinderten Sohn, mit dem sie gerne verreist.

Für Fragen aus dem Publikum war Achilles offen. Großes Interesse bei den Gästen fand zum Beispiel die Frage, ob sich die Autorin auch mit der Problematik von ehrenamtlichen Betreuern auseinandergesetzt hat. Außerdem wurde über die Rente von Behinderten und allgemein über deren Verdienst diskutiert.

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