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Fachjournalistin Kate Kitchenham präsentiert das Neueste aus der Hundeforschung

Wenn Bello sein Futter verteidigt

BÜCKEBURG. „Hunde sollten Hunde sein dürfen“, sagte Kate Kitchenham. Und genau damit hat sich die Fachjournalistin auch in dem Buch „Wissen Hunde eigentlich, dass sie Hunde sind?“ beschäftigt. Jetzt präsentierte die Expertin dazu einen Vortrag im Achumer Meierhof. Mit Forschungsergebnissen und Beispielen gab es Tipps für alle Tierfreunde.

veröffentlicht am 13.02.2018 um 12:45 Uhr
aktualisiert am 13.02.2018 um 16:40 Uhr

Wissen die beliebten Vierbeiner, wann wir ausgehen wollen? Und merkt Frauchen, dass ihr Hund den Kuchen vom Tisch klauen will? Viele Fragen und typische Alltagssituationen – Kate Kitchenham kennt die Antworten. Foto: tla

Autor:

Tanja Langejürgen
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„Das Thema ist furchtbar spannend“, begrüßte Ana Hesse von der Hundeschule Kids & Dogs Schaumburg das Publikum.

Verstehen Hunde eigentlich, was wir sagen? Oder wissen die beliebten Vierbeiner, wann wir ausgehen wollen? Und merkt Frauchen, dass ihr Hund den Kuchen vom Tisch klauen will? Viele Fragen und typische Alltagssituationen – Kate Kitchenham kennt die Antworten. Sie hat selbst zwei Hunde, Erna und Knox. „Die Eötvös Loránd Universität in Budapest ist führend in der Forschung“, berichtete die Journalistin. In ihrem Vortrag ging Kitchenham auf das „Family Dog Project“ von Vilmos Csanyl aus Ungarn ein, der den Straßenhund „Flip“ im Urlaub gefunden, ihn aufgepäppelt und sich dann gewundert hat über seine enormen sozialen und kognitiven Fähigkeiten.

„Hundebesitzer finden nichts toller als zu beweisen, dass ihr Hund klüger ist.“ In diesem Zusammenhang erwähnt die Expertin, dass es kein Problem ist, Haustiere für bestimmte Versuchsreihen zu finden. Zum Beispiel: Wann wird der Kuchen geklaut? Wenn das Licht aus ist, klar, ohne zu zögern. „Ich habe ganz viel Forschung im Gepäck. Das hört sich trocken an, ist es aber gar nicht – ich sehe mich als Vermittler.“ Interessant ist ebenfalls, ob Hunde eigentlich Ungerechtigkeit empfinden können. „Ja“, sagte Kate Kitchenham. Der Schlüssel dazu sind Leckerlis. Die Vierbeiner selbst würden wahrscheinlich Futterneid dazu sagen.

Arbeit an einem
neuen Buch

Manchmal gleicht eine Hunde-Mensch-Beziehung die einer Eltern-Kind-Bindung – besonders bei Welpen. „Hunde wissen viel über uns.“ Die Referentin spricht über ihre Hündin Erna, die sich immer freut, wenn Frauchen nach Hause kommt, und vielleicht eine Socke bringt. Außerdem wird in dem Vortrag erwähnt, dass Hundebesitzer die Persönlichkeit ihrer Lieblinge mit prägen können. Bleibt natürlich abschließend noch feststellend zu erläutern: Hunde wissen, dass sie Hunde sind! Kate Kitchenham erwähnt dabei die Verhaltensweisen daheim und auf der Hundewiese unter Artgenossen. Sie arbeitet derzeit an einem neuen Buch – einer Fortsetzung von „Forschung trifft Hund“ von 2012.

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