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Rollender Zoo in Seniorenheimen in Friedrichshöhe und Steinbergen: "Biologiestunde mit lebenden Tieren"

Wenn das Stachelschwein näher kommt...

Friedrichshöhe/Steinbergen (clb). Schlange, Stachelschwein, Frettchen, Krokodil und Riesenschildkröte - alle waren sie da, um die Senioren, Besucher, Anwohner und deren Kinder am vergangenen Freitagnachmittag im Azurit-Seniorenzentrum in Friedrichshöhe zu begrüßen. Undüberraschend waren die Reaktionen der Zuschauer: Einige von ihnen klatschten begeistert in die Hände und waren ganz gespannt, den nächsten exotischen Gast zu Gesicht zu bekommen, andere waren eher beunruhigt und rückten ängstlich mit ihren Stühlen zusammen. Ein Kind fing sogar laut zu weinen an, als es das Stachelschwein mit seinen langen Stacheln näher kommen sah.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:12 Uhr

Begegnung mit exotischen Tieren: Die Senioren im Friedrichshöher

Seitüber 40 Jahren sind Karl, Ninja und Martin Tränkler, die aus Unna kommen und in Rodenberg ein zweites Standbein haben, mit ihrem "Rollenden Zoo" in ganz Deutschland unterwegs, um Menschen mit exotischen Tieren zusammenzuführen. Hauptsächlich sind es Schulen, Kindergärten, Senioren- oder Behinderteneinrichtungen, die von ihnen besucht werden. Den Umgang mit Raubtieren sind die Tränklers gewohnt, da sie aus Artistenfamilien stammen. Ihre Zuschauer werden nicht nur mit Rundum-Infos (Herkunft, Alter oder Jagdgewohnheiten)über die etwa 20 verschiedenen Tierarten versorgt, auch berührt und gestreichelt werden dürfen die Exoten. "Es ist eine Art Biologiestunde mit lebendigen Tieren", wie Karl Tränkler erklärt. Den Anfang der etwa einstündigen Vorstellung machen die beiden Frettchen "Susi" und "Strolch", danach ist Waschbär "Rascal" an der Reihe. Er stammt aus Amerika, kann schwimmen und klettern und seine Lieblingsbeute sind Früchte, Insekten, Vögel und Ratten. Anschließend werden ein Stinktier, ein Elefantenhund, ein Babykrokodil sowie Schweinsaffe "Jacky" vorgestellt. Besonders beeindruckend auf die großen und kleinen Zuschauer wirken das Stachelschwein, die Netz- und die Tigerpython sowie die beiden Madagaskar-Boas. Würgeschlangen, die mit ihren fünf Jahren bereits eine Länge von 1,40 Meter erreicht haben. Ein Höhepunkt der Präsentation waren wohl die beiden Schildkröten, die nicht nur am Panzer angefasst werden durften, sondern auf die die kleinen Gäste sogar draufklettern konnten. B ereits zum zweiten Mal stattete der "Rollende Zoo" nun einem Rintelner Seniorenheim einen Besuch ab; bereits eine Woche zuvor hatte der Zoo mit seinen Tieren im Steinberger "Marienhof" Station gemacht.

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