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Infoveranstaltung der BBS Rinteln mit Laufbahnberatung

Wettstreit der Berufe

RINTELN. Was könnte mein berufliches Ziel werden? Und wie komme ich dahin? Antworten auf diese Fragen sollte die Berufsinformationsveranstaltung der BBS Rinteln bieten und viele junge Interessierte, zum Teil auch in Begleitung ihrer Eltern, nahmen das Angebot wahr.

veröffentlicht am 14.02.2017 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 14.02.2017 um 15:00 Uhr

Ein Gespräch mit Laufbahnberaterin Hildegard Ahmann bringt Klarheit. Seit dem Berufsinformationsnachmittag an der BBS weiß Christoph, dass es für ihn in Richtung Holz- oder Metalltechnik weitergeht. Foto: cm
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Autor

Claudia Masthoff Reporterin
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Was die Jugendlichen an der Schwelle zum Berufsleben an diesem Tag erwartete, war ein rechter Markt der Möglichkeiten. Viele unterschiedliche Ausbildungsgänge, jeder auf seine Art interessant und zukunftsträchtig.

„Für mindestens 80 Prozent aller Arbeitsplätze in der Industrie braucht man eine Ausbildung im Bereich der Metallverarbeitung.“ Seine Schüler hätten also sehr gute Perspektiven, meinte Björn König von der Berufsfachschule Metalltechnik. „Aber wir von der Fluggerätetechnik sind ganz klar die Königsklasse der Metallarbeiter“, toppte Dirk Schwirz, der am selben Tisch sein Informationsmaterial ausgebreitet hatte, die Aussage seines Kollegen. „Unser Angebot ist auch was ganz Besonderes“, kam da ein Zwischenruf vom Nachbartisch. „Wir sind die einzige Berufsschule für Glastechnik in Niedersachsen und haben zudem gleich mehrere große glasproduzierende Unternehmen in direkter Nähe“, hob Sebastian Stüdermann hervor. „Dafür arbeiten wir mit warmem, lebendigen Material“, stichelte dessen Tischkollege, Niels Hoogendorn von der Holztechnik. „Und Tischler werden immer und überall gebraucht.“

„Dass Elektrotechnik in all euren Betrieben eine zentrale Rolle spielt, das muss euch ja auch mittlerweile klar geworden sein“, kam es da vom Vertreter des Fachbereichs Elektrotechnik selbstbewusst rüber. „Richtig interessant wird es doch erst, wenn es um Menschen geht“, warf Claudia Pörtner ganz am anderen Ende der Pausenhalle ein. Und ihre Fachoberschule Sozialpädagogik mit dem hohen Praxisanteil sei auch super für Schüler geeignet, die das rein theoretische Lernen langsam über hätten und doch einen ordentlichen Bildungsabschluss anstrebten. „Genau, die Arbeit mit Menschen bereichert doch das eigene Leben“, unterstützte Dr. Uwe Förster vom Tisch der Fachschule Sozialpädagogik seine Kollegin.

„Und unser Ausbildungssystem ist zudem extrem durchlässig. Da kann man es vom Hauptschulabschluss – den hat man, wenn man die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin absolviert hat – bis zur Studienberechtigung bringen.“ „Dasselbe gilt für den Bereich Pflege und Hauswirtschaft“, ergänzte Sabine Nolte. „Hier ist, wenn man am Ball bleibt, Karriere von der Pflegeassistenz bis zum Gesundheitsmanagement möglich.“ „Na ja, wenn man sowieso eine leitende Position im Gesundheitswesen anstrebt, dann wäre der direkte Weg aber bei uns zu suchen“, widersprach Eike Blohm vom Tisch gegenüber. „Unser berufliches Gymnasium Wirtschaft, Gesundheit und Soziales vermittelt nämlich ganz wichtiges Vorwissen, sowohl im kaufmännisch betriebswirtschaftlichen Bereich, wie auch in Sachen Pflegeorganisation, medizinischer Grundlagen und so weiter. Unsere Schüler haben gegenüber Abiturienten von allgemeinbildenden Schulen in manchen Ausbildungs- oder Studiengängen einen Riesenvorsprung!“

So viele überzeugende Argumente für die unterschiedlichsten Laufbahnen – zum Glück gab es auch noch eine Anlaufstelle zur Laufbahnberatung. Dort konnte man mit Hildegard Ahmann ganz in Ruhe über die eigenen Wünsche und Fähigkeiten sprechen und mit ihr zusammen überlegen, welcher Weg und welches berufliche Ziel da wohl passen würde.

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