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Rat will angemessene Nachnutzung

Wird der alte Friedhof zum „Friedpark“?

TODENMANN. Der alte Friedhof liegt seit vielen Jahren still und soll zu einer Anlage für die Urnenbestattung unter Bäumen umgestaltet werden. So lautet ein Antrag an die Stadt Rinteln, den der Ortsrat Todenmann bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 12:09 Uhr
aktualisiert am 05.11.2017 um 16:10 Uhr

Auch Ortsbürgermeister Helmuth Künneke setzt sich für die künftige Nutzung des Areals als Urnenbeisetzungsstätte ein. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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Das Projekt hat schon eine längere Vorgeschichte und war während der Sitzung am 30. August zum Thema bei der interfraktionellen Beratung am 10. Oktober erhoben worden. Jetzt, bei der letzten Ortsratssitzung des Jahres, legte Ortsbürgermeister Helmuth Künneke den Antrag dem Gremium zur Beschlussfassung vor.

Während einer Besichtigung des Areals erläuterte Künneke das Projekt für unsere Zeitung: Vor dem Hintergrund der Wandlung der Bestattungskultur mit einem Trend zur Beisetzung in der Natur beziehungsweise „in Ruheforsten und Friedwäldern“ habe der Ortsrat über eine bestimmungsgerechte Nachnutzung des alten Todenmanner Friedhofes nachgedacht und beraten. Da eine andere Möglichkeit, wie zum Beispiel Bebauung, ausgeschlossen sei, biete die Umgestaltung zum Friedpark die beste Lösung. Dieser Name sei zunächst nur als Arbeitstitel gedacht, da ähnliche Bezeichnungen für vergleichbare Anlagen inzwischen weitgehend vergeben und markengeschützt seien.

„Die Voraussetzungen auf dem Areal ‚Alter Friedhof‘ sind ideal“, sind sich Todenmanns Ortsbürgermeister und der Ortsrat einig und verweisen auf eine ganze Reihe von Pluspunkten zur Begründung des Anliegens. Künneke erklärt: Für das Vorhaben spricht vor allem, dass hier schon von jeher Beisetzungen stattgefunden haben. Dazu gibt es auf dem alten Friedhof immer noch Gräber mit Belegungsrecht, die nach wie vor von Angehörigen besucht und gepflegt werden. Darüber hinaus war bereits vor über zehn Jahren damit begonnen worden, das durch Einebnung alter Gräber frei gewordene Areal mit besonderen Bäumen zu bepflanzen. „Weil aber das Projekt nicht weiterverfolgt wurde, ist der derzeitige Zustand unbefriedigend“, mahnt der Ortsbürgermeister. Darum wäre der Friedpark die optimale Lösung, wobei die Pflegekosten nicht über dem augenblicklichen Stand liegen würden. Und im Gegenzug würde die Stadt Rinteln bei dieser Art der Nutzung sogar Gebühreneinnahmen erzielen.

Und der Alte Friedhof könnte sogar zu einer Art Ruhe- und Naherholungsgebiet für Gäste werden, sieht Helmuth Künneke unter dem Strich als Plus. In diesem Zusammenhang sei das Ziel, das Gelände bei einem weiteren Schritt zusätzlich in einen Rundweg einzubinden, der vom Ort über den alten Friedhof und daran anschließenden Brade-Weg über die Straße Zum Allersiek zum Gut Dankersen und dem Familienfriedhof der Familie von Ditfurth führen könnte.

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