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Auf der Zielgeraden

Wird die Steinberger Kreuzung noch vor Weihnachten fertig?

STEINBERGEN. Es geht aufwärts beim Umbau des Steinberger Kreuzes. Am Donnerstag wurde mit dem Betonfertiger die künftige Fahrspur in Richtung Hameln hergestellt, vom Bahnübergang hinauf in Richtung Kreuzung – 150 Meter am Stück.

veröffentlicht am 09.11.2017 um 18:08 Uhr
aktualisiert am 09.11.2017 um 18:40 Uhr

Am Donnerstagnachmittag erreichte die Betonkolonne die Kreuzung, sorgte für den Anschluss an die dortige Betondecke. Foto: tol
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Tobias Landmann Fotoreporter zur Autorenseite
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STEINBERGEN. Die Vorarbeiten waren zeitweise längst abgeschlossen, doch das Wetter machte einen Strich durch den Zeitplan. Die Betonkolonne musste andere Aufträge abarbeiten, da es anderenorts ebenfalls wetterbedingte Verzögerungen gab.

Zum 30. November sollte ursprünglich der Umbau des Steinberger Kreuzes fertiggestellt sein, jetzt wird mit der Freigabe aller Fahrspuren kurz vor Weihnachten gerechnet. Den Wunschtermin platzen ließen das Wetter sowie baulich bedingte Schwierigkeiten. „Es waren meist kleine Probleme, die größere Folgen hatten“, erläutert Projektingenieur Holger Fröhlingsdorf im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Wesentlichen war die alte Fahrbahn Grund für vieles. Im Untergrund waren sogenannte „Altlasten“ – pechhaltiger Asphalt, der erst auf langen Wegen entsorgt werden musste.

Die alten Fahrspuren auf der B 83 in Richtung Bückeburg waren zudem so ausgefahren, dass keine schmalen Baustellenspuren möglich waren. Lastwagen konnten nicht so weit rechts fahren wie gedacht, sie brauchten deutlich mehr Platz.

Trotz Maschineneinsatz glätten die Mitarbeiter die soeben fertiggestellte Oberfläche von Hand. Jetzt muss der Beton ruhen und aushärten. Foto: tol
  • Trotz Maschineneinsatz glätten die Mitarbeiter die soeben fertiggestellte Oberfläche von Hand. Jetzt muss der Beton ruhen und aushärten. Foto: tol

Der Kompromiss war, die neue Fahrbahn in drei statt in zwei Abschnitten herzustellen. Erst eine Spur zur Kreuzung, dann die Spur Richtung Bückeburg, zum Schluss den schmalen Streifen dazwischen. Und dies alles in „Handarbeit“ – nur so können die Betonplatten mit unterschiedlichem Gefälle und unterschiedlicher Neigung hergestellt werden.

Am Donnerstag kam auf der Bückeburger Straße ein Betonfertiger zum Einsatz, da die Fahrspur keine differierenden Quergefälle hat. Der Einbau des Betons geht so wesentlich schneller. Lastwagen liefern das bestellte Material aus Nienstädt an, ein Bagger hebt es vor den Fertiger. Die Maschine schiebt dann einen Betonberg vor sich her, durch Rüttler wird der Beton verdichtet und bildet die spätere neue Fahrbahn. Ein Querglätter sorgt für eine glatte Oberfläche. Mit Richtscheit und Wasserwaagen prüfen die Betonbauer ständig nach, ob alles stimmt. In Handarbeit glätten sie mit Kellen die Oberfläche. Kurze Zeit später trägt ein Betonbauer einen Verzögerer auf die Oberfläche auf. Die weiße Flüssigkeit soll ein zu schnelles Abbinden der Oberfläche verhindern.

Wie geht es jetzt weiter? Bis zum 15. November ist der Betoneinbau geplant. Während die Flächen aushärten, kann an Geh- und Radwegen weitergearbeitet werden. Eine Woche drauf können die Fugen aufgeweitet und vergossen werden. Hierfür darf es allerdings nicht regnen. Um den 25. November herum könnte der Spurwechsel auf der Bückeburger Straße vorgenommen werden. Aus Richtung Steinbergen kommend sollen Fahrzeuge dann geradeaus Richtung Bückeburg fahren oder links nach Rinteln abbiegen können. Aus Richtung Rinteln ist weiterhin nur ein Linksabbiegen möglich, aus Richtung Bückeburg kann nur rechts abgebogen werden.

Die alte Asphaltspur wird danach herausgenommen, der neue Fahrbahnuntergrund für die Betondecke kann aufgebaut werden, zudem müssen Drainagen gelegt werden. In der 50. Kalenderwoche könnte dann erneut betoniert werden. Wenn alles reibungslos läuft, werden noch vor Weihnachten alle Spuren am Steinberger Kreuz freigegeben.

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