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Zu Hause beim Bürgermeister-Kandidaten der CDU / Hartmut Kuhlmann: Alleinunterhalter mit Swimming-Pool und Pferden

"Woanders zu leben, das kann ich mir nicht vorstellen"

Kathrinhagen. Ein bisschen ist sein Dorf so wie er selbst. Ruhig, gemütlich, friedlich. Kuhlmann und Kathrinhagen, das passt, das gehört zusammen. Seit 46 Jahren schon. "Geboren bin ich natürlich auf der Obersburg, wie damals so viele Auetaler Kinder", sagt der Bürgermeister-Kandidat der CDU. Aufgewachsen und groß geworden aber ist er auf dem elterlichen Hof ander Kathrinhagener Straße. Hier lebt er noch heute mit seiner Ehefrau Vera, den Kindern Katharina (17) und Christian (21) und seinen Eltern im dörflichen Miteinander der Generationen. Dieses Stück Heimat bedeutet Hartmut Kuhlmann sehr viel: "Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, woanders zu leben."

veröffentlicht am 09.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Autor:

Christiane Riewerts

Die enge Verbundenheit zu seinem Heimatdorf Kathrinhagen - hier ist er unter anderem Vize-Chef des Schützenvereins - und zum Auetal insgesamt ist die Basis für sein kommunalpolitisches Engagement. Zum zweiten Mal nach 2001 tritt Hartmut Kuhlmann als Bürgermeister-Kandidat der Auetaler CDU an. Für die Abstimmung am 10. September rechnet er sich Außenseiterchancen aus. Sein Minimalziel: "Ich möchte die Stichwahl erreichen." Die hatte er vor fünf Jahren noch verfehlt, als er - kompletter Neuling im Polit-Geschehen - auf die Christdemokraten zugegangen war und ihnen seine Kandidatur angetragen hatte, drei Argumente pro Kuhlmann in der Tasche. "Eine Partei wie die CDU sollte mit einem eigenen Kandidaten antreten, jemand komplett von außerhalb hätte im Auetal keine Chance, und man braucht einen vom Fach." Und das ist Kuhlmann. Nach dem Abitur am Rintelner Ernestinum und zwölf Jahren bei der Bundeswehr stieg er 1991 in den gehobenen Verwaltungsdienst ein, ist seitdem bei der Stadt Minden beschäftigt, im Sozialressort. So ungefähr 30 Minuten sind es vom Arbeitszimmer in Minden zum Wohnzimmer in Kathrinhagen. Eine halbe Stunde Fahrt zu einer Aussicht, die Freizeit bedeutet. Vom Haus aus öffnet sich der Blick über den großen Garten auf die weiten Felder des Auetals; im Hintergrund, ganz leise, kann man die Autobahn erahnen. Auf der Weide nebenan grasen die Pferde Ramón und Ronja, die noch an den früheren Landwirtschaftsbetrieb erinnern - mittlerweile sind die Flächen rund um das Anwesen verpachtet. Und in der äußersten Ecke des Gartens, hinter dem gemauerten Grill und dem kleinen Swimming-Pool, da flattert noch die Deutschland-Flagge im Wind. Der Hausherr lacht. "Ja, die ist von der WM über." Die alten Stallungen hat die Familie zu einem Partykeller ausgebaut, der auch als Raum für den wichtigsten Schlüssel zur Entspannung dient - die Instrumente. Hier verbringen Vater Hartmut und Sohn Christian so manche Stunde und widmen sich ihrer gemeinsamen Leidenschaft, der Musik. Die war für Kuhlmann sogar mal deutlich mehr als bloßes Hobby: Als Alleinunterhalter ist er 25 Jahrelang durch die Säle der Region gezogen, mit Akkordeon und Keyboard, bis nach Hameln oder Minden. "Damit haben wir damals gutes Geld gemacht", erinnert er sich an seine Anfänge im zarten Alter von 15 Jahren. Geblieben sind Erinnerungen an "eine wirklich gute Zeit" und ein Fundus von 250 bis 300 Musiktiteln, Schlager und Tanzmusik, die er noch immer auswendig kennt. Und die er immer noch gerne singt und spielt: "Selber Musik zu machen ist für mich schon immer Entspannung gewesen." Genauso wie das Tanzen. In der Tanzschule in Steinbergen hat er vor 27 Jahren seine spätere Frau Vera näher kennen gelernt, deren Elternhaus gerade mal zwei Kilometer von seinem entfernt lag. "Eigentlich kannten wir uns schon immer..." Heute ist Vera Gleichstellungsbeauftragte im Auetal, tanzen tun beide immer noch gern: Seit 18 Jahren sind sie in der Volkstanzgruppe Auetal aktiv. Ein bisschen weniger aktiv als sonst dürften Vera und Hartmut Kuhlmann in diesen Tagen sein. Die Eheleute machen Urlaub im Ostseebad Kühlungsborn. Da will Hartmut Kuhlmann noch mal richtig Kräfte tanken für die Endphase des Wahlkampfs - denn: "Die letzten 14 Tage sind entscheidend." Morgen: Zu Hause beim Bürgermeister-Kandidaten der WGA, Siegbert Held.

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