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Am Lesertelefon: Lob für Stadtführerin, Ärger über Telefonterror, Freude über Blutspender

Wummernder Bass, schnippische Verkäuferin

Rinteln (ur). Heinrich Tiemann beobachtete kürzlich beim Bummel durch die Altstadt, wie Stadtführerin Ingrid Kloth einer blinden jungen Frau mit Begleithund die historischen und baulichen Gegebenheiten erläuterte: "Für mich ein bewegendes Bild - und Grund, auch mal die Arbeit lobend zu erwähnen, die von Frau Klodt mit so viel Engagement für Rinteln geleistet wird!"

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:12 Uhr

Auf den schmalen Gehwegen der Bäckerstraße stehen auch noch Blum

Carmen Klose wollte ein zu enges Kleidungsstück der Größe 38 bei einem Textilgeschäft in der Rintelner Fußgängerzone zurückgeben. Die Verkäuferin entsprach zwar ihrem Wunsch, meinte aber ziemlich schnippisch: "Die richtige Alternative wäre doch, mal eine Woche lang auf FDH ("Friss die Hälfte") zu gehen. Dann passt das auch wieder -liegt ja nicht immer an der Hose!" Die Leserin dazu: "Alle anderen Klamotten passen mir ja bestens in dieser Größe - ob die noch nie gehört hat, dass manche Stücke einfach zu klein ausfallen?!" Belästigt fühlte sich dieser Tage Wolfgang Hassenpflug von einem Anrufer, der ihn zu einer Kapitalanlage "im vorbörslichen Handel" überreden wollte und obwohl Hassenpflug kein Interesse bekundete, wurden ihm dann noch Prospekte zugesandt. Hartnäckig liefen weitere Anrufe ein, obwohl der Rintelner sich diese verbeten hatte - schließlich eskalierte der Telefonterror mit einem anonymen Anrufer "von der Telekom", der ihn aufforderte, "das Telefonkabel durchzuschneiden, weil ein Nachbar die Leitung angezapft habe, um auf meine Kosten zu telefonieren". Hassenpflug vermutet einen Zusammenhang zwischen diesen Telefonaten, hat zwischenzeitlich auch die Polizei informiert und warnt auf diesem Wege alle Leser, sich auf derlei Telefonanrufe einzulassen. Irmtraut Exner vom DRK-Ortsverein Rinteln möchte auf diesem Wege ihre Freude über die rege Teilnahme am letzten Blutspendetermin zum Ausdruck bringen: "Wir hatten 184 Spender, darunter sogar 17 Erstspender!" Ihr Dank gilt allen Teilnehmern und auch den Ehrenamtlichen, die bei der Organisation dieser so wichtigen Aufgabe geholfen haben. Von Dieter Ass aus Eisbergen wird es ausdrücklich begrüßt, dass am Doktorsee gelegentlich Live-Konzerte in den Lokalen stattfinden und mit "Doktorsee in Flammen" und dem Schlagerfestival am 5. August auch Großereignisse mit bekannten Stars in Vorbereitung sind. "Würde es nicht zur Steigerung der touristischen Attraktivität dieser großen Freizeitanlage beitragen, wenn dort in den Kneipen regelmäßig Auftritte von heimischen Unterhaltungskünstlern und Tanzbands stattfinden?" Altstadtbewohner Erich Requardt kritisiert, dass in der Bäckerstraße auf den ohnehin schmalen Gehwegen auch noch Blumenkübel platziert werden, die zum Teil nicht mal mit Pflanzen bestückt sind: "Fußgänger und speziell Passanten mit Kinderwagen oder Gehhilfen werden dadurch erheblich behindert. Auch Gruppen bei der Stadtbesichtigung werden auf die Straße gezwungen, zumal die Radfahrer das holprige Pflaster gern meiden und ebenfalls die Gehwege benutzen." Angesichts des bevorstehenden Schützenfestes in Exten graut es Anwohnerin Bettina Morißmeier schon wieder vor der "Disconacht" am Freitag: "Die Musik ist dabei derart laut, dass das Geschirr im Schrank vibriert und im eigenen Haus weder an Radiohören oder eine Unterhaltung zu denken ist, geschweige denn an Schlaf. Auch wenn diese Veranstaltung nur einmal im Jahr stattfindet, sollte das nicht als Freibrief dafür gesehen werden, die Nachbarn mit wummernden Bässen derart in ihrer Lebensqualität zu beeinträchtigen."

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