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Söhne folgen Vätern in die Vorstandsposten

Zieglerverein Möllenbeck ein echtes Generationenprojekt

MÖLLENBECK. Der Zieglerverein ist der älteste Verein im Dorf. Er bewahrt die Erinnerung an das Handwerk der Wanderziegler. Obwohl dieser Berufsstand seit Langem ausgestorben ist, lebt er im Verein als echtes Generationenprojekt fort, das nach den Vorstandswahlen auf der Jahreshauptversammlung mit einem neuen Kapitel fortgeschrieben wird.

veröffentlicht am 28.02.2018 um 11:39 Uhr
aktualisiert am 28.02.2018 um 23:30 Uhr

Generationenwechsel im Generationenprojekt Zieglerverein Möllenbeck: Axel Reineking (2. v. li.) und Christian Meier (2. v. re.) treten die Nachfolge ihrer Väter Manfred Reineking (li.) und Karl-Heinz Meier als Vorsitzender und dessen Stellvertreter a
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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Das neue Kapitel beginnt mit den Namen Axel Reineking und Christian Meier. Beide übernehmen mit ihrer Wahl die Vorstandsämter ihrer Väter. Axel Reineking wird Nachfolger seines Vaters Manfred Reineking, der schon von 1984 bis 2000 sowie von 2012 bis 2018 Vorsitzender gewesen ist. Christian Meier löst seinen Vater Karl-Heinz Meier als stellvertretender Vorsitzender ab. Erika und Friedrich Jürgens als Kassiererin beziehungsweise als Hilfskassierer bleiben nach ihrer Wiederwahl im Amt. Als Neulinge werden Tanja Frühmark und Claus-Jürgen Cezanne den Vorstand als Beisitzer ergänzen. Und Eckard Strohmeier, der als Schriftführer das Protokollbuch aus dem Gründungsjahr 1892 handschriftlich fortschreibt, wird nach seiner Wiederwahl noch weitere Kapitel hinzufügen – selbstverständlich ebenfalls handschriftlich. „Ich habe noch etliche freie Seiten“, deutete er an, dass der Zieglerverein Möllenbeck als Ganzes auch nach der Feier des 125-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr noch eine Zukunft und Aufgaben für sich im und für das Dorf sieht. Die aktive Teilnahme am Leben der Möllenbecker Dorfgemeinschaft gehört dazu und selbstverständlich auch die Bewahrung und Weitergabe von Traditionen, bekannte sich das neue Vorsitzenden-Gespann zu seinem Verein und zum Lernen von der älteren Generation. „Ich habe es sehr spannend gefunden, den Älteren zuzuhören bei Geschichten, die wir ja so nicht miterlebt haben“, sprach Axel Reineking über seine persönlichen Eindrücke vom obligatorischen Grillnachmittag des Zieglervereins im vergangenen Jahr.

Überhaupt könne es gewinnbringend sein, das Wissen der Älteren abzufragen und zu nutzen, wies Eckard Strohmeier auf die Win-win-Effekte des Miteinanders der Generationen hin. Dazu hatte er auch gleich einen Vorschlag für die praktische Umsetzung. Beim beabsichtigten Besuch der Ausstellung älterer Bilder im Rintelner Universitäts- und Stadtmuseum, den der Zieglerverein plant, biete es sich an, alte Möllenbecker mitzunehmen, die noch persönlich etwas zu den abgebildeten Personen und Szenen sagen könnten. Zum Beispiel sei Horst Diekmann, der auf der Hauptversammlung für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Zieglerverein geehrt wurde, ein lebendes örtliches Geschichtsbuch und ein idealer Begleiter für den Museumsbesuch.

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