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TSV GWD Minden tritt am Sonntag im Ostwestfalen-Derby beim TBV Lemgo an

Zwei Vereine im Aufwind

veröffentlicht am 10.11.2017 um 16:03 Uhr

Marian Michalczik (Mitte) will mit GWD Minden beim Angstgegner TBV Lemgo den ersten Auswärtssieg der Saison landen. Foto: uk
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Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

LEMGO. In der Handball-Bundesliga reist der TSV GWD Minden am Sonntag um 12.30 Uhr zum Ostwestfalen-Derby zum TBV Lemgo.

Trotz des bisher besten Saisonstarts in der 1. Bundesliga seit der Saison 2001/2002 warten die Grün-Weißen immer noch auf ihren ersten Auswärtssieg. Und ausgerechnet diesmal trifft die Carstens-Sieben auf den Angstgegner der letzten Jahre. Von bisher 44 Bundesliga-Duellen konnte GWD lediglich acht Partien für sich entscheiden und sich nur vier Mal über eine Punkteteilung freuen. Die restlichen Spiele gewannen allesamt die Lipper.

Lemgo ist mit 12:10 Punkten aus den ersten elf Spielen ebenfalls so gut wie lange nicht mehr in eine Saison gestartet und seit vier Bundesligaspielen ohne Niederlage. GWD braucht sich aber nicht zu verstecken, denn die letzten vier Partien wurden ebenfalls nicht verloren. Den Dankersern spielt außerdem in die Karten, dass das letzte Spiel gegen den VfL Gummersbach bereits vor über einer Woche war. „Wir haben die freie Zeit genutzt und den Spielern eine kleine Pause gegönnt“, erklärte GWD-Trainer Frank Carstens. Jene Pause hatten sich die Grün-Weißen redlich verdient, steigerten sie ihre Leistung in den letzten Wochen von Spiel zu Spiel und konnten sich zudem auf immer mehr ineinandergreifende Automatismen verlassen. Carstens gefiel besonders, dass die Integration der Zugänge im Mindener Spiel immer besser funktioniere.

Während die Akteure einige Tage regenerieren konnten, analysierte das Trainerteam die letzte Partie gegen Gummersbach, in der trotz des deutlichen Sieges noch nicht alles Gold war, was glänzte: „Die Verteidigung gegen sieben Gummersbacher Feldspieler funktionierte teilweise nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Da allerdings Lemgo dieses Mittel gerne nutzt, wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, sagte Carstens. Aus diesem Grund lag während der Trainingswoche der Fokus auf dem Unterzahlspiel. „Dennoch muss man festhalten, dass wir in der Deckung bisher sehr gut stehen und jedem Gegner Probleme bereitet haben.“ Neben der eigenen Defensive komme es vor allem auf die nötige Konzentration vor dem gegnerischen Tor und schnelle Rückläufe an, wie Carstens erläuterte: „Lemgo sucht konsequent über 60 Minuten das Tempospiel. Sei es nach einem Gegentor oder nach einem Ballgewinn. Wir müssen hellwach sein, damit wir unsere Stärke – das Positionsspiel – nutzen können.“

Mit einem Sieg würden die Mindener punktemäßig zu den Lemgoern aufschließen. Mit dabei helfen soll der Schwede Anton Månsson, der in den vergangen zwei Spielzeiten bei den Blau-Weißen unter Vertrag stand und möglicherweise dem Trainerteam den einen oder anderen Geheimtipp verraten kann.red

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