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Mitgliedschaft infrage gestellt

Zweifel am Tourismusverband

BÜCKEBURG. Dieses Thema beschäftigt den Ausschuss für Kultur und Tourismus mit schöner Regelmäßigkeit: Was macht der Verband Weserbergland-Tourismus eigentlich – und was hat Bückeburg davon?

veröffentlicht am 14.11.2017 um 11:24 Uhr
aktualisiert am 14.11.2017 um 15:50 Uhr

Für das Programm Historisches Weserbergland wurde in Bückeburg nicht nur in neue Hinweistafeln investiert. Foto: kk
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Autor

Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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So war auch in der jüngsten Ausschusssitzung niemand wirklich überrascht, als die Höhe der Mitgliedsbeiträge im Rahmen der Etatberatungen für 2018 wieder einmal für kritische Nachfragen sorgte.

Beiträge sind

kräftig gestiegen

16 000 Euro sind dafür im kommenden Jahr vorgesehen, 5000 mehr als 2017. Wie Fachgebietsleiterin Bettina Remmert von der Stadtverwaltung erläuterte, berechnet sich die Beitragshöhe nach der Zahl der jährlichen Übernachtungen. Und die sind in Bückeburg erfreulicherweise deutlich gestiegen. 80 000 Übernachten werden inzwischen jährlich gezählt, neuerdings tauchen auch die Dauergäste des Mittelalterlichen Spectaculums in dieser Statistik auf. Die Frage, welchen Beitrag die Werbekampagnen des Verbandes zum Gästeboom beigetragen haben, wusste indes niemand seriös zu beantworten.

Ja – die Mitgliedschaft im Verband kann jährlich gekündigt werden. Doch davon rieten Remmert und ihr Kollege Fachbereichsleiter Reiner Wilharm erst einmal ab: Zu viel Zeit und Geld sei gerade erst in Bückeburg in die neue Kampagne „Historisches Weserbergland“ gesteckt worden. Man möge doch jetzt bitteschön wenigstens zwei Jahre lang abwarten, ob dieses groß angelegte Image- und Werbeprogramm die erhofften Früchte trage. In jedem Fall komme Bückeburg in der Werbedarstellung des Verbandes gut weg. Angeregt wurde, dass wieder einmal ein Vertreter von Weserbergland-Tourismus dem Ausschuss Rede und Antwort steht.

Tourist-Info

gut angenommen

Kritisch hinterfragt wurde auch ein Zuschuss von 27 000 Euro an die Hofkammer zur Unterhaltung des Schlossparks. Das Geld wird gezahlt, weil der Park ja kostenlos von allen Bückeburgern und ihren Gästen genutzt werden kann. Nicht zufrieden ist man allerdings mit dem Zustand von Teilbereichen des Parks: Kürzlich wurden erst tiefe Fahrspuren am Denkmalsplatz moniert.

Insgesamt fühlen sich Touristen in Bückeburg wohl und werden gut betreut. Erst kürzlich war die Touristen-Information neu zertifiziert worden. In diesem Zusammenhang legte Remmert interessante Zahlen vor: Allein von April bis Oktober dieses Jahres ließen sich 7500 Besucher in der Information beraten – Höhepunkt war der August mit 1638 Gästen, die dort vorbeischauten. Im Großen und Ganzen bewegen sich die Haushaltsansätze für den Fremdenverkehr im Haushalt im Rahmen der Vorjahre – der Ausschuss hatte nichts dagegen einzuwenden.

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