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Polizei geht von schwerer Körperverletzung aus.

17-Jähriger nach Messerattacke auf freiem Fuß

Am Montagnachmittag gegen 15.25 Uhr meldete sich ein junger Mann telefonisch bei der Polizei in Stadthagen und teilte mit, dass er soeben seine Freundin schwer verletzt habe. Nachdem zuerst von lebensbedrohlichen Verletzungen ausgegangen werden musste, relativierte sich das im Rahmen der Untersuchungen. Der 17-Jährige habe nach der Tat alles getan, um dem Mädchen zu Helfen. Juristisch spricht in diesem Fall vieles gegen den Tatbestand eines versuchten Tötungsdeliktes, so dass nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird.

veröffentlicht am 13.11.2018 um 15:52 Uhr
aktualisiert am 13.11.2018 um 17:30 Uhr

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Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:
Am Montagnachmittag, 12.11.2018, gegen 15.25 Uhr meldete sich ein junger Mann telefonisch bei der Polizei in Stadthagen und teilte mit, dass er soeben seine Freundin schwer verletzt habe. Der Mitteiler wartete auf dem Gelände des Landkreises Schaumburg an der Jahnstraße auf das Eintreffen der Polizei. Das Opfer war von den zwischenzeitlich alarmierten Rettungskräften in einem Schrebergarten in der Nähe der berufsbildenden Schulen an der Jahnstraße versorgt und in das Klinikum Schaumburg eingeliefert worden. Nachdem zuerst von lebensbedrohlichen Verletzungen ausgegangen werden musste, relativierte sich das im Rahmen der Untersuchungen und Behandlung in der Klinik. Nach den gestrigen und heutigen Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Bückeburg, gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass die Situation im Zusammenhang mit einem Streit zwischen den beiden Beteiligten eskalierte, der junge Mann die junge Frau dabei mit einem Messer am Hals verletzte und dann, als er sich dieses Umstandes bewusst wurde, umgehend alles Erforderliche tat, um dem Mädchen zu helfen. Juristisch spricht in diesem Fall vieles gegen den Tatbestand eines versuchten Tötungsdeliktes, so dass nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird. Die Feuerwehr Stadthagen unterstützte die Einsatzkräfte bei der Tatortaufnahme durch Ausleuchten der Einsatzstelle. Der Beschuldigte wurde nach der Entscheidung der Staatsanwaltschaft nach Hause entlassen. Polizei und Staatsanwaltschaft machen keinerlei nähere Angaben zu den beteiligten Personen, um diese, insbesondere auch wegen des jugendlichen Alters, zu schützen.



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