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Polizeidirektion versetzt erneut Schaumburger Helfer in Alarmbereitschaft

Auf heißen Kohlen

MEPPEN/LANDKREIS. Peter Kipper sitzt auf heißen Kohlen. Der Bückeburger hat am Montagnachmittag seine Tasche gepackt, die Fahrtroute ins Emsland ist bereits ausgearbeitet. Der stellvertretende Kreisfeuerwehrbereitschaftsführer leitet einen sogenannten Wassertransportzug - die Polizeidirektion Göttingen hat ihn angefordert. Die heimischen Feuerwehrleute sollen im Emsland helfen, den immer nich schwelenden Moorbrand zu bekämpfen.

veröffentlicht am 24.09.2018 um 18:17 Uhr

Die Polizeidirektion hat erneut Schaumburger Helfer in Alarmbereitschaft versetzt. Sie sollen beim Moorbrand in Meppen helfen. Bereits am Wochenende löschten heimische Feuerwehrleute in Meppen. Foto: Kreisfeuerwehr
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
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„Vor allem Wassertransportzüge werden dort benötigt, um Löschwasser ins unwegsame Gelände zu bringen“, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Um 10 Uhr hat Kipper einen Voralarm erhalten. Er und seine Kameraden bereiten sich seitdem vor. „Wann der Marschbefehl kommt, wissen wir nicht. Es kann jederzeit los gehen. Wir sind auf alles gut vorbereitet“, sagt Kipper. Von Bückeburg aus sollen Tanklöschfahrzeuge aus Exten, Gelldorf, Bückeburg und Stadthagen sowie ein Schlauchwagen aus Evesen nach Meppen abrücken. Auch ein Einsatzleitwagen aus Seggebruch und ein Mannschaftstransporter aus Buchholz werden im Konvoi mitfahren. „Es ist schon ein komisches Gefühl, nicht zu wissen, wann es los geht. Aber wenigstens konnte man mit dem Arbeitgeber klären, dass man weg muss“, erzählt der Einsatzleiter. Kipper schätzt, dass sein Zug rund drei Stunden bis zum Einsatzort braucht. Wie es dann weitergehen wird, weiß er noch nicht. Sobald der Marschbefehl kommt, werden alle Fahrzeug-Besatzungen nach Bückeburg fahren und sich dort sammeln und von dort gemeinsam zum Moorbrand fahren. Bereits am Wochenende hatten 134 Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost aus dem Schaumburger Land unermüdlich gegen das unterirdische Feuer gekämpft. Bei Bunker 1400 konnten die Freiwilligen verhindern, dass sich das Feuer durch einen Wald frisst und auf die Dörfer Klein und Groß Stavern übergreift. „So ein Einsatz kommt so schnell nicht wieder“, sagt Marc-Henning Kommerein und lacht. Der Rodenberger leitet die Feuerwehrbereitschaft. Der Einsatz sei vergleichbar mit dem großen Hochwassereinsatz in Magdeburg vor ein paar Jahren. Auch dort hatte die Bereitschaft geholfen. „Es ist schon etwas Besonders, wenn man den Moorbrand nur aus dem Fernsehen kennt und wenig später mittendrin steht“, meint Kommerein. Der Einsatz wird wohl allen Schaumburger Einsatzkräften noch lange in Erinnerung bleiben.




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