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Unfallflucht mit Folgen

Außenspiegel wird bei Kollision ins Auto geschleudert: Fahrerin im Gesicht verletzt

RINTELN. Bei einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug wurde am Mittwoch einer Autofahrerein der Außenspiegel ins Fahrzeug geschleudert. Dabei erlitt sie eine blutende Gesichtsverletzung und musste ins Klinikum zur Behandlung. Ein 57-jähriger Bückeburger - vermutlich der Unfallfahrer - hatte wenig später seine eigene Unfallflucht bei der Rintelner Polizei angezeigt.

veröffentlicht am 13.08.2020 um 10:41 Uhr

Eine 19-jährige Rintelnerin musste mit ihrem Pkw am Mittwoch gegen 15.08 Uhr auf dem Wilhelm-Busch-Weg anhalten, da ein anderer Autofahrer ihr entgegenkam, dabei seine Spur verließ und nach ihren Angaben auf ihre Spur geriet.

Außenspiegel wird ins Wageninnere geschleudert - Fahrerin im Gesicht verletzt

Die beiden Fahrzeuge kollidierten, wobei der Außenspiegel des Fahrzeugs der 19-jährigen durch ihr geöffnetes Fahrzeugfenster in das Fahrzeuginnere geschleudert wurde und sie dabei im Gesicht verletzt wurde. Die Fahrzeugführerin konnte ihre Fahrt nicht fortsetzen und musste ins Klinikum zur Behandlung. Der später ermittelte zweite Fahrzeugführer (57-jähriger Mann aus Bückeburg) erschien um 15.40 Uhr auf der Rintelner Polizeiwache und zeigte selbst eine Unfallflucht an. Nach seinen Angaben habe ein Kleinwagen ihn im Begegnungsverkehr gestriffen und er habe noch versucht, den Fahrzeugführer zum Anhalten zu bewegen, was ihm misslang. Der nach seinen Angaben unfallverursachende Pkw sei in Richtung Steinbergen davongefahren.

Zwei angezeigte Unfallfluchten - der selbe Vorfall? 

Die Polizei geht nun davon aus, dass es sich bei der von der 19-jährigen angezeigten Unfallflucht und der von dem 57-jährigen angezeigten Unfallflucht um ein und denselben Vorfall handelt. Allerdings konnte die 19-jährige nach dem Unfall gar nicht mehr - wie von dem 57-jährigen behauptet - mit ihrem Pkw wegfahren, da sie eine blutende Gesichtsverletzung erlitt. Möglicherweise hat sich der 57-jährige also nicht nur wegen seiner Unfallflucht strafbar gemacht, sondern auch noch wegen "Vortäuschen einer Straftat". Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Es entstand Sachschaden von geschätzt 4.000 Euro.




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