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89-Jähriger verletzt

Auto prallt gegen Anhänger – Fahrer soll zwei Unfälle gebaut haben

KLEINENBREMEN/LUHDEN. Polizisten aus Bückeburg sind am Dienstagvormittag Zeugen eines Unfalls in Kleinenbremen geworden. Sie waren gerade dabei, nach einem Unfallverursacher, der das Weite gesucht hatte, zu fahnden. Plötzlich sei ein 89 Jahre alter Autofahrer – der mit seinem VW Tiguan vor dem Streifenwagen auf der Barkser Straße fuhr – ungebremst auf ein langsam fahrendes Trecker-Gespann aufgefahren. Bei dem Unfall wurde der Mann aus der Samtgemeinde Eilsen verletzt.

veröffentlicht am 05.08.2020 um 15:35 Uhr

Leonhard Behmann

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Redakteur zur Autorenseite

Sein Volkswagen sei gegen das Heck eines Aufliegers für das Mähwerk eines Mähdreschers geprallt, berichtet Hauptkommissar Matthias Auer auf Nachfrage unserer Zeitung. Dabei drangen abstehende Teile tief in den Motorraum des Wagens ein – die Airbags des Wagens lösten aus. Die Streifenwagen-Besatzung habe sich sofort um den Verletzten gekümmert. Die Beamten hätten festgestellt, dass der Unfallwagen möglicherweise auf die Beschreibung des Fahrzeugs passt, nachdem sie zuvor gefahndet hatten.

Ein Zeuge hatte um 11.15 Uhr einen Unfall auf der Dorfstraße in Luhden beobachtet. Ein Auto war über eine Verkehrsinsel gefahren und frontal gegen zwei im Boden befestigte Warnschilder geprallt. Der Unfallverursacher flüchtete. „Der Zeuge konnte sich nur merken, dass es ein grauer Volkswagen war, der über die Verkehrsinsel gefahren ist“, erzählt Auer. Daraufhin leitete die Polizei eine sogenannte Nahbereichsfahndung mit allen verfügbaren Streifenwagen ein.

Beamte aus Bückeburg suchten daraufhin auch die Straßen im nordrhein-westfälischen Kleinenbremen ab, da sie davon ausgingen, dass der Autofahrer in diese Richtung geflüchtet war. Nur kurz nach dem Unfall in Luhden ereignete sich dann die Kollision in Kleinenbremen.

Noch ist aber unklar, ob der 89 Jahre alte Tiguan-Fahrer auch den Unfall in Luhden verursacht hat. Der Zeuge habe den Fahrzeugtyp und das Kennzeichen, des Wagens, mit dem der Unfallverursacher geflüchtet ist, nicht genau beschreiben können, heißt es. „Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass der Senior aus Eilsen beide Unfälle verursacht hat“, sagt Hauptkommissar Auer.

Ermittler der Polizei sicherten am Unfallort in Luhden Spuren. Darunter auch Fahrzeugteile und Lackspuren des Unfallwagens. „Wir werden die Autoteile mit dem Tiguan abgleichen“, kündigt Auer an. Möglicherweise lässt die Staatsanwaltschaft Bückeburg auch die gesicherten Lackspuren im Labor des Landeskriminalamtes auswerten und mit dem Lack des Tiguans vergleichen. Auch Zeugenhinweise sollen ausgewertet werden – so hofft man dem Gesuchten auf die Spur zu kommen.

Darüber hinaus soll die Verkehrstauglichkeit des Seniors überprüft werden. Dafür habe man bereits die Führerscheinstelle des Landkreises Schaumburg über die Verkehrsunfälle in Kenntnis gesetzt, teilt die Polizei mit.

Die Polizei sucht Zeugen zu dem Unfall in Luhden. Die Ermittler fragen: Wer hat den Unfall beobachtet und kann das Fahrzeug näher beschreiben? Hinweise nimmt die Polizei Bückeburg unter der Rufnummer (05722) 95930 entgegen.




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