weather-image
13°
Polizei Bückeburg warnt vor Internet-Betrügern

Betrügerische und erpresserische E-Mails im Umlauf

BÜCKEBURG. Die Polizei Bückeburg weist aus aktuellem Anlass auf E-Mails hin, die zurzeit massenhaft im Umlauf sind. Hierbei handelt es sich einerseits um von erfundenen Rechtsanwaltskanzleien versandte Mitteilungen von Urheberrechtsverletzungen durch das Streamen von Pornofilmen. In der angehängten Datei, die keinesfalls geöffnet werden sollte, befinden sich allerdings weder die angekündigten Beweis- oder Kontaktdaten, sondern ein Virus, der nach Installation in der Lage ist, weitere Schadsoftware nachzuladen, um Zugriff auf den Computer zu erlangen und Daten und Passwörter auszuspähen.

veröffentlicht am 13.09.2018 um 15:16 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 17:00 Uhr

270_0900_108198_Blaulicht.jpg

Im Fall von tatsächlichen Urheberrechtsverletzungen werden von Anwälten keine E-Mails mit Anhängen, sondern Briefe versandt. Der eindringliche Hinweis der Polizei: „Die Mails sind inhaltlich falsch, nicht zu beachten und sollten sofort gelöscht werden.“ Sollte der Anhang geöffnet worden sein, sollte das „hoffentlich“ auf dem Rechner befindliche Antivirenprogramm aktualisiert und eine Suche nach Schadsoftware durchgeführt werden.

Grundsätzlich sollten Betriebssystem und Anwendungen laufend aktualisiert werden, sodass mögliche Sicherheitslücken geschlossen werden. Weiterhin sollte ein Benutzerkonto eingerichtet sein, um eine ungewollte Infizierung mit Schadsoftware zu verhindern, da dieses Konto im Unterschied zu einem Administratorenkonto keine Veränderungen am Betriebssystem vornehmen kann. Im schlimmsten Fall ist bei Infizierung des Rechners mit Schadsoftware die Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich.

Bei der zweiten im Umlauf befindlichen E-Mail handelt es sich andererseits um einen Erpressungsversuch mit angeblichen Masturbationsvideos, die der Absender der E-Mail vom Nutzer gefertigt haben und bei Nichtzahlung einer gewissen Summe veröffentlichen will. Die Zahlung der Summe soll in Bitcoins an eine in der E-Mail genannte Bitcoin-Wallet erfolgen. In diesem Fall rät die Polizei, keine Zahlung zu leisten, da der Inhalt der Nachricht frei erfunden ist und keine Videos gefertigt wurden. rc




Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Kommentare