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Polizei: „Wir hatten viel zu tun“

Bilanz einer Silvesternacht: Brände, Schläger und Randalierer

LANDKREIS. Polizei und Feuerwehr hatten in der Silvesternacht gut zu tun. Brände mussten gelöscht, Randalierer in Gewahrsam genommen werden; Autos wurden zerstört, es kam zu Unfällen. Ein Mensch wurde bei einer Auseinandersetzung verletzt. „Wir hatten viel zu tun. Die Einsätze kamen Schlag auf Schlag“, sagt ein Polizeibeamter des Kommissariats in Bückeburg auf Nachfrage der SZ/LZ.

veröffentlicht am 01.01.2019 um 18:54 Uhr

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Leonhard Behmann

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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
Kurz nach Mitternacht gingen bei der Polizei zahlreiche Notrufe ein. Die meisten Einsätze gab es für die Polizei in Bückeburg. Die Streifenbeamten fuhren von einem Einsatz zum nächsten. Um 0.33 Uhr rückten Polizei und Feuerwehr zum ersten Feuer des neuen Jahres aus. An der Hermannstraße in Bückeburg brannten mehrere Müllcontainer. Das Feuer habe sich auf eine Hecke, die neben einem Haus wuchs, ausgebreitet. Ob das Wohnhaus durch das Feuer beschädigt worden ist, steht laut Polizei noch nicht fest. Der Brand war zugleich die erste Sachbeschädigung des Jahres. Wie es zu dem Feuer kam, ist noch unklar.

Um 0.59 Uhr brannte in Hespe am Kohlenweg ein Carport. Auch hier ermittelt die Kriminalpolizei. Der erste Unfall in 2019 wurde der Polizei um 0.59 Uhr auf der Kreisstraße 14 zwischen Warber und Echtorf gemeldet. Ein Autofahrer sei vermutlich am Steuer kurz eingenickt und dadurch mit seinem Wagen nach links von der Fahrbahn abgekommen. Das Auto prallte gegen eine Baum. Wie schwer der Mann bei dem Aufprall verletzt worden ist, konnte die Polizei nicht sagen.

Währenddessen musste sich eine andere Streifenwagen-Besatzung am Klinikum in Schaumburg um einen Fundhund kümmern. Der Münsterländer wurde zum Tierheim gebracht. Um 1.14 Uhr nahmen Polizisten in Luhden einen Randalierer in Gewahrsam. Der Mann sei stark alkoholisiert gewesen, so die Polizei. Er sei in die Zelle gesperrt worden, damit er nicht sich oder andere Menschen gefährden kann, hieß es.

Wenige Minuten später, um 1.37 Uhr, wurden Freiwillige der Feuerwehr Bückeburg-Stadt erneut zu einem Feuer alarmiert. Im Wieheweg sollte die Küche in einem Mehrfamilienhaus brennen. Der Leitstelle war gemeldet worden, dass noch Personen in der Wohnung sind. Zum Glück bestätigte sich diese Meldung nicht. Der sogenannte Angriffstrupp fand in der Wohnung lediglich ein brennendes Handtuch auf einem Herd und konnte das Feuer schnell löschen. Die Hausbewohnerin wurde bei dem Feuer verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert.

Auch in Rinteln hatten die Einsatzkräfte einiges zu tun. Allerdings nicht so viel wie in den Vorjahren. So wurden weder ein Feuer noch ein Unfall gemeldet. Im Rintelner Ortsteil Schaumburg sei es jedoch kurz nach Mitternacht in der Karl-Böhning-Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gekommen. Dabei wurde ein 18 Jähriger von einem 21-Jährigen verletzt. Wie genau, konnte die Polizei auf Nachfrage nicht mitteilen. Fest steht aber, dass bei der Auseinandersetzung auch die Heckscheibe eines geparkten Autos beschädigt wurde und das junge Opfer schließlich am Boden lag. Der Kriminalermittlungsdienst hat in dem Fall Untersuchungen eingeleitet.

„Insgesamt war es eine sehr, sehr ruhige Nacht“, meint Oberkommissar Michael Elbing. Lediglich eine weitere Sachbeschädigung wurde den Beamten aus dem Bachweg gemeldet. Dort war eine Rakete in ein geparktes Auto geflogen und hatte die Seitenscheibe zerstört. Es war die erste Sachbeschädigung in diesem Jahr in Rinteln. Feuerwehrleute mussten kurz nach 1 Uhr ausgelaufenes Öl am Bergweg in Steinbergen unschädlich machen. Die Ölwanne eines Taxis war gerissen, als es über eine Feuerwerksbatterie gefahren war.

Um 3.50 Uhr sperrten Polizisten einen alkoholisierten Mann in eine Zelle des Polizeikommissariates. „Er hatte einen zuvor erteilten Platzverweis missachtet und war stark alkoholisiert“, sagt Elbing. Der Mann schlief bis zum Neujahrsmorgen seinen Rausch aus.




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