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Acht Einsätze in nur wenigen Stunden / Senior verletzt

Bückeburg: Unfälle im Minutentakt

BÜCKBURG. Zahlreiche Verkehrsunfälle haben am Dienstag Polizei, Feuerwehr und andere Hilfsdienste auf Trab gehalten. Innerhalb von nur elf Stunden krachte es achtmal in Bückeburg. Der Einsatz-und Streifendienst sei „phasenweise zu einem reinen Verkehrsunfalldienst mutiert“, sagt Hauptkommissar Matthias Auer. Die Beamten fuhren von einem Crash zum nächsten. Am frühen Nachmittag wurden Unfälle im Minutentakt gemeldet. Ein Autofahrer wurde verletzt.

veröffentlicht am 11.03.2020 um 13:29 Uhr

Leonhard Behmann

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Der folgenschwerste Unfall ereignete sich gegen 14.25 Uhr auf der Windmühlenstraße. Neben der Polizei und der Feuerwehr Bückeburg-Stadt waren dort auch Experten der Unteren Wasserbehörde und des Abwasserbetriebes längere Zeit im Einsatz. Nach den bisherigen Ermittlungen wollte die 86 Jahre alte Fahrerin einer Mercedes-Limousine auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes ihr Fahrzeug einparken. Plötzlich habe die Frau die Kontrolle über den Wagen verloren, hieß es. Den Beamten erklärte die Seniorin, dass ihr plötzlich übel geworden sei, erklärte Hauptkommissar Auer. Der Wagen der Bückeburgerin rollte über das Ende der Parkbucht hinaus, überfuhr einen Bordstein, einen angrenzenden Grünstreifen sowie einen Gehweg und prallte schließlich gegen einen geparkten Sattelzug. Bei dem Zusammenstoß riss der mit rund 300 Litern Diesel gefüllte Tank auf. Die umweltgefährdende Flüssigkeit lief auf die Straße. Ein Teil des Kraftstoffes sei auch in die Kanalisation geflossen, teilte die Feuerwehr mit. Der Diesel drohte in ein Regenrückhaltebecken an der Petzer Straße zu laufen. Feuerwehrleute fingen ausgelaufenen Kraftstoff auf und zogen den Mercedes mit einer Seilwinde beiseite, um den beschädigten Tank abdichten zu können. Der Behälter wurde anschließend von einer Fachfirma abgepumpt. Unterstützt wurden die ehrenamtlichen Helfer dabei von Spezialisten der Abwasserbetriebe und der Unteren Wasserbehörde

Bereits am Morgen um 8.10 Uhr hatte es in Warber gekracht. Auf der Kreuzung Warbersche Straße/Heveser Straße waren zwei Autos zusammengestoßen. Die Polizei geht davon aus, dass der 42 Jahre alter Fahrer eines Renault aus Bückeburg einer VW-Fahrerin (29, Bückeburg), die mit ihrem Kleinkind unterwegs war, die Vorfahrt genommen hat. Im Kreuzungsbereich stießen beide Pkw zusammen. Der VW musste von einem Bergungsfahrzeug abgeschleppt werden. Zum Glück sei niemand verletzt worden.

Sechs Stunden später wurde die Polizei zur Georgstraße gerufen. Gegen 14 Uhr war ein auf dem Seitenstreifen geparkter Toyota durch einen vorbeifahrenden Mercedes beschädigt worden. Zeugen hätten beobachtet, dass der Unfallverursacher nach dem Anstoß kurz anhalten hat, dann aber weitergefahren ist, berichtet Auer. Aufgrund der Zeugenhinweise konnten die Beamten einen 80 Jahre alten Bückeburger als Unfallflüchtigen ermitteln – er war bereits in der Vorwoche wegen einer Unfallflucht aufgefallen.

In Meinsen ereignete sich gegen 18.45 Uhr auf der Straße Zu den Brücken ein Verkehrsunfall, bei dem ein 82 Jahre alter Mercedes-Fahrer verletzt wurde. Der Wagen des Mannes aus Petershagen war ungebremst gegen einen am rechten Fahrbahnrand ordnungsgemäß abgestellten VW gefahren. Der Senior habe ausgesagt, dass er aufgrund der schlechten Witterung und entgegenkommender Fahrzeuge das stehende Auto übersehen habe, erzählt Auer. Der 82-Jährige erlitt Verletzungen am Oberkörper. Notfallsanitäter des DRK behandelten den Verletzten. Beide Unfallwagen haben nur noch Schrottwert.

Und noch eine Fahrerflucht beschäftigt die Polizei: Auf dem Parkplatz der Bückeburger Marienschule hat sich in der Zeit von 7.55 Uhr bis 13.05 Uhr ein Unfall ereignet, bei dem der Verursacher unerkannt flüchten konnte. Nach der Rekonstruktion der Polizei muss ein Fahrzeug gegen einen dort geparkten Mercedes gefahren sein. Der Wagen habe Beschädigungen am linken Heckbereich aufgewiesen, hieß es. Die Polizisten wurden außerdem zu drei kleineren Unfällen gerufen. Es habe sich um Parkrempler gehandelt, sagte Auer.




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