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Deutlich weniger Karambolagen – aber: Geringe Verkehrsdichte verführt zum Rasen

Corona wirkt sich auf Unfallzahlen aus

BÜCKEBURG. Die Covid-19-Pandemie wirkt sich auf das Verkehrsunfallgeschehen aus – im vergangenen Jahr sind im Zuständigkeitsgebiet des Polizeikommissariats Bückeburg 950 Verkehrsunfälle registriert worden. Verglichen mit dem Vorjahr, im dem 1229 Karambolagen registriert wurden, sind das 22,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Polizeichef Werner Steding freut das: „Der Rückgang liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt, wo im letzten Jahr ein Minus von 15,2 Prozent zu verzeichnen war.“ Die andere Seite der Medaille: Die geringere Verkehrsdichte im Straßenverkehr habe dazu geführt, dass schneller gefahren werden konnte. Das habe bei einigen Verkehrsunfällen zu schwereren Verletzungen geführt, sagt der Erste Hauptkommissar.

veröffentlicht am 03.05.2021 um 10:56 Uhr

Leonhard Behmann

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So stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden auf 168 (+1) und die Zahl der schwer Verletzten auf 28 (+6). Zwei Menschen (-1) verloren ihr Leben.

Nach Angaben von Hauptkommissar Arno Hansing, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, waren die Hauptursachen für Verkehrsunfälle auch im vergangenen Jahr zu hohe Geschwindigkeit, Ablenkung durch das Handy, Fehler beim Abbiegen und Überholen sowie zu geringer Abstand zwischen den Fahrzeugen. Vielfach sei bei den Verkehrsunfällen mit Verletzten eine Alkohol- oder Drogenbeeinflussung zu verzeichnen gewesen. Konkret bedeutet das: 105 Alkohol-Fahrten wurden aktenkundig. In 41 Fällen (2019: 29) kam es nicht zu Unfällen, 21-mal (2019: 19) krachte es jedoch. Drogen waren 39-mal (2019: 55) im Spiel. In vier weiteren Fällen (2019: 1) ereigneten sich bei Rauschgift-Fahrten Unfälle.

Bei den Verkehrsstraftaten sieht es so aus:

Durch die Corona-Pandemie sind die Unfallzahlen zurückgegangen. Grafik: Polizei

Im Jahr 2020 gab es 14 Verkehrsunfälle mit Verletzten, bei denen Verursacher geflüchtet sind. Fünf Straftaten konnten aufgeklärt werden.

In 254 weiteren Fällen suchten Unfallverursacher das Weite – allerdings war es nicht zu Personenschäden gekommen. 106 Straftaten wurden aufgeklärt.

Zwei Menschen verloren ihr Leben; sogenannte Baumunfälle gab es 2020 nicht. Aus der Risikogruppe „Junge Kraftfahrer“ kam niemand ums Leben. Im Vorjahr war das anders (1 Opfer). 28 Menschen erlitten schwere Verletzungen.

Die Polizei setze die regelmäßigen Kontrollen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen fort, kündigen Steding und Hansing unisono an. Im Fokus der heimischen Verkehrsfahnder: Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen sowie der Ablenkung durch das Handy. „Die präventive und repressive Verkehrssicherheitsarbeit hat bei der Polizei weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Wir wollen durch polizeiliche Maßnahmen Leben retten und schwere Unfallfolgen verhindern“, sagt der Bückeburger Polizeichef. Sein Motto: „Gemeinsam sicher – wir tragen alle Verantwortung und daher ist Rücksichtnahme im Straßenverkehr weiterhin das oberste Gebot.“ Und noch etwas soll zur Sicherheit beitragen: „Die Polizei Bückeburg wird auch weiterhin mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit die verkehrssichernden Maßnahmen und Strategien darstellen, um schwere oder gar tödliche Verkehrsunfälle zu vermeiden“, sagt Hauptkommissar Matthias Auer.

Als Leiter des Polizeikommissariats sei er „insgesamt sehr zufrieden mit der Entwicklung“, sagt Steding – und erklärt das so: „Sie zeigt vor allem: Sie leben hier vergleichsweise sicher und Ihre Sicherheit hat auch weiterhin oberste Priorität.“ Das Polizeikommissariat Bückeburg ist zuständig für knapp 46000 Einwohner in den Städten Bückeburg und Obernkirchen sowie in den Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt.




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