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Täter auf der Flucht

Fahndung nach Einbrechern – vier Taten in wenigen Stunden

BÜCKEBURG. Sie kamen im Schutz der Dunkelheit und versuchten in mehrere Wohnhäuser in Bückeburg einzusteigen. Ermittler des Kriminalermittlungsdienstes fahnden mit Hochdruck nach den Tätern. „Gut möglich, dass die vier Taten zusammenhängen“, sagt Hauptkommissar Matthias Auer auf Nachfrage unserer Zeitung.

veröffentlicht am 12.11.2019 um 15:32 Uhr
aktualisiert am 12.11.2019 um 19:10 Uhr

Leonhard Behmann

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Am späten Montagnachmittag bemühten sich Unbekannte, an einem Reihenhaus am Nelkenweg eine Kellertür aufzubrechen. Als sie daran gescheitert seien, hätten sich die Einbrecher an der Terrassentür zu schaffen gemacht. „Die Einbrecher haben nicht gerade professionell agiert“, stellt Auer fest. Über eine Leiter, die an den Balkon angelehnt worden sei, hätten es die Kriminellen schließlich geschafft, ein Fenster aufzuhebeln. „Wahrscheinlich wurden die Eindringlinge gestört und sahen von einem weiteren Durchsuchen des Hauses ab“, vermutet Auer, da nichts gestohlen wurde. Die Hauseigentümer hätten den Einbruch erst um kurz nach 18 Uhr bemerkt.

Währenddessen waren Ermittler bereits an der Petzer Straße im Einsatz. Ein Anwohner hatte um 17.45 Uhr zwei dunkel gekleidete Personen beobachtet. „Einer der beiden Männer lag flach auf dem Schuppendach eines Nachbargrundstücks, und eine andere Person stand an der Hausecke. Vermutlich wollte einer der Männer vom Dach aus an ein Fenster im Obergeschoss gelangen“, erklärt Auer. Der Anwohner habe die beiden Männer – sie waren schätzungsweise im Alter von rund 25 Jahren – angebrüllt. Daraufhin seien diese geflüchtet.

Der wachsame Nachbar habe sich richtig verhalten, sagt Hauptkommissar Auer. Dennoch: „Wichtig ist es, sofort den Notruf 110 zu wählen. Der Disponent in der Leitstelle kann dann dem Anrufer wichtige Tipps geben“, rät Auer.

Nur zwei Stunden später entdeckten die Inhaber eines Hauses an der Herminenstraße, dass Einbrecher über die Terrassentür eingestiegen waren. Die Täter hätten nahezu alle Räume betreten und durchsucht, heißt es. „Einziger Trost dürfte für die Geschädigten sein, dass keine Wertgegenstände gestohlen wurden“, sagt Auer.

Nur 25 Minuten, nachdem der Einbruch an der Herminenstraße gemeldet worden war, wählte der Bewohner eines Zweifamilienhauses an der Bensenstraße den Notruf. „Dieser Fall gibt Aufschluss über die Vorgehensweise der Täter“, sagt der Hauptkommissar. An dem unbeleuchteten Haus hätten die Kriminellen zunächst geklingelt, der Hausinhaber sei allerdings bereits im Bett gewesen und habe nicht mehr öffnen wollen. Kurze Zeit später hätten die Unbekannten gegen das Fenster geklopft. Der Bewohner habe aber nicht reagiert. „Erst als die Täter versuchten, durch die Terrassentür in das Haus zu gelangen, wurde der Mann aufgeschreckt und machte sich bemerkbar – die Täter flüchteten.“




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