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„Simone Klein“ und „Herr Lehmann“ scheitern an Achtsamkeit der Angerufenen

Falsche Polizeibeamte in Bückeburg aktiv

BÜCKEBURG. Eine Weile war Ruhe. Nun waren aber wieder falsche Polizeibeamte aktiv und beschäftigen die Polizei Bückeburg. Zwischen 21 und 22 Uhr wurden am Dienstag und am Mittwoch Bückeburger Bürger durch Anrufe von falschen Polizeibeamten spät abends in Aufregung versetzt.

veröffentlicht am 20.11.2020 um 11:23 Uhr
aktualisiert am 20.11.2020 um 17:50 Uhr

Mit gut zurechtgelegten Legenden versuchten die Straftäter, die Geschädigten zu betrügen, blieben aber nach Angaben der Polizei letztlich erfolglos.

In Evesen klingelte am Dienstag um 21 Uhr das Telefon bei einer 80-jährigen Seniorin, die von der angeblichen Polizeibeamtin „Simone Klein“ von der Bückeburger Polizei informiert wurde, dass nach einem Überfall auf eine ältere Frau in der Nachbarschaft bei den festgenommenen Tätern in dem Rucksack neben einer Waffe auch ein Zettel mit dem Namen der Seniorin gefunden worden sei. Die Tochter der Angerufenen setzte sich umgehend mit der Polizei in Bückeburg in Verbindung, wobei die Lügengeschichte schnell geklärt werden konnte.

Sehr wahrscheinlich technisches Geschick nutzten die Täter einen Tag später bei einem Telefonanruf auf der Festnetznummer einer 53-jährigen Frau, die um 21.40 Uhr angeblich von der Kriminalpolizei Bückeburg, einem „Herrn Lehmann“, kontaktiert wurde. Auch hier wurde die gleiche Lügengeschichte aufgetischt: Der falsche Polizeibeamte erkundigte sich nach größeren Wertsachen, die im Besitz des Ehepaares sein könnten.

Das Telefonat wurde von der Bückeburgerin beendet, um bei der „echten Polizei anzurufen – und landete nach einer Vermittlung einer Dame wieder bei „Herrn Lehmann“. Der falsche Kriminalbeamte fragte nun beim Ehemann gezielt nach Bankkonten, worauf das Telefonat von dem Bückeburger abgebrochen wurde. Am nächsten Tag erschien die Frau persönlich bei der Polizei, um den Sachverhalt prüfen zu lassen, und erstattete Strafanzeige. Es ist zu vermuten, dass sich die Täter über den nicht ausreichend gesicherten Telefonrouter Zugang zu Einstellungen verschafft hatten, um dort beim Anwählen der Polizei den Anruf umzuleiten. rc




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