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Feuer bringt Bewohner in Lebensgefahr Giftige Brandgase wabern nachts durch Haus / Löschtrupp rettet Hund

Feuer bringt Bewohner in Lebensgefahr

OBERNKIRCHEN. Ein Feuer zu nachschlafender Zeit hat am frühen Montagmorgen vier Menschen in Lebensgefahr gebracht und sämtliche Feuerwehren der Stadt Obernkirchen auf den Plan gerufen.

veröffentlicht am 08.02.2021 um 09:41 Uhr

Leonhard Behmann

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Redakteur zur Autorenseite

Freiwilligen gelang es, einen Golden Retriever aus dem verqualmten Wohnhaus zu retten. Kurz vor 2 Uhr waren die vier Bewohner (46, 44, 19, 17) eines Einfamilienhauses an der Straße Bornemanns Tannen vom Piepen der Rauchmelder aufgeschreckt worden. Zu diesem Zeitpunkt zog bereits giftiger Qualm durch das Treppenhaus; der Rauch wabere die erste Etage. Die Männer und Frauen konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und den Notruf 112 wählen. Kurz drauf heulten in mehreren Dörfern die Sirenen. Ehrenamtliche der Feuerwehren Obernkirchen, Krainhagen und Röhrkasten besetzten in Windeseile ihre Löschfahrzeuge und fuhren zum Einsatzort. Die Blaulicht-Fahrt gestaltete sich aufgrund von Schnee und Glätte als schwierig. „Wir waren trotzdem sehr schnell vor Ort“, sagt Stadtbrandmeister Volker Schramm. Feuerwehrleute aus Krainhagen hatten in weiser Voraussicht schon vor dem Schneesturm Ketten aufgezogen. Ehrenamtliche verlegen sofort Schläuche und bereiteten einen Löschangriff vor. Feuerwehrleute, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, erkundeten sofort die zunächst unklare Lage. Schnell stand fest: Im Keller brannte es. Der Rauch begann, das Wohnhaus zu füllen. Ein weiterer Atemschutztrupp suchte währenddessen im Haus nach dem Hund der Familie - er galt als vermisst. Im verrauchten ersten Obergeschoss wurden die Helfer fündig - sie retteten den Golden Retriever. Einsatzleiter Steffen Scholz ließ umgehend weitere Kräfte der Feuerwehren Vehlen und Gelldorf nachalarmieren - weil die Wasserversorgung schwierig und die Wetterlage schlecht war. Feuerwehrleute aus Röhrkasten verlegten eine lange Schlauchleitung zu einem Hochbehälter am Lieth und brachten ein Saugrohr sowie eine starke Pumpe in Stellung, um Wasser aus dem Reservoir zu fördern. „Am Berg ist die Versorgung mit Löschwasser schwierig, weil die Hydrantenleitung schwach ist“, erklärt Scholz. Im Keller bekämpfe währenddessen ein sogenannter Angriffstrupp die Flammen. Die Isolierung eines Warmwasser-Pufferspeichers hatte Feuer gefangen - schnell griffen die Flammen in dem Lagerraum auf Schränke und Kartons über. Feuerwehrleuten gelang es, das Feuer schnell in den Griff zu bekommen. „Zum Glück ist der Keller massiv gebaut und nicht wie das restliche Haus aus Holz“, sagt Einsatzleiter Steffen Scholz. Die Einsatzkräften konnten somit Schlimmeres verhindern. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. „Ein technischer Defekt an der Heizungsanlage liegt nahe“, sagt Hauptkommissar Klaus-Peter Pischke. Experten des unter anderem für Brandermittlungen zuständigen Arbeitsfeldes 1 haben die Ermittlungen aufgenommen.




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